Die Heidelbeeren (botanisch Vaccinium) sind eine Gattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) mit etwa 450 Arten. Heidelbeeren wachsen oft in Heide- und Moorlandschaften oder in lichten Wäldern. Umgangssprachlich ist mit „Heidelbeere“ oft die Blaubeere gemeint.
Der 20 bis 50 cm hohe, stark verzweigte Halbstrauch mit seinen rund 2 cm langen, fein gesägten, hellgrünen Blättern bildet erst nach mehreren Jahren zwischen April und Mai weiße, rot-grün überlaufene Blüten und trägt ab etwa Ende Juni bis in den September dunkelblaue, bis zu 1 cm große, abgeplattet runde, einzeln stehende Früchte, die als reife Beere blaugrau überpudert sind.
Ab dem Spätsommer beginnt die Herbstfärbung des Strauchs, das Laub verfärbt sich dabei tiefrot. Der Strauch erreicht ein Alter von bis zu 30 Jahren.
Beliebt, gesund und vielseitig
Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, sind ohne Frage eine der beliebtesten Beerensorten. Sie lassen sich sowohl frisch verzehren als auch in der Küche verwerten. Die Früchte sind zudem äußerst gesund, denn sie enthalten reichlich Vitamin C, Vitamin K, Mangan und Ballaststoffe. Beim Verzehr färben sie Mund und Zähne blau bis violett, was an den enthaltenen Anthocyanen liegt. Diese Pflanzenfarbstoffe schützen die Pflanzenzellen ebenso wie die Zellen des menschlichen Konsumenten.
Heidelbeeren halten nicht allzu lange. Sie sollten im Kühlschrank aufbewahrt und bald verwertet werden.
Verwendung in der Küche
Neben dem Rohverzehr eignen sich die kleinen Beeren zusammen mit Milch und Zucker zum Beispiel für eine Kaltschale. Auch Eis oder Quarkspeisen verleihen sie eine fruchtige Note. Weitere Verwendungsmöglichkeiten finden sich in allerlei Backwaren, da Geschmack und Form der Beeren weitgehend erhalten bleiben. Gerne werden Heidelbeeren im Haushalt auch zur Herstellung von Marmelade verwendet.
Heilkundliche Verwendung
Beeren wie Blätter lassen sich heilkundlich gegen Durchfall und als „Diabetikertee“ verwenden und wirken fiebersenkend. Eine blutzuckersenkende Wirkung konnte jedoch nicht klar nachgewiesen werden. Andererseits erwiesen sich Heidelbeerblätter im Tierversuch als toxisch und sollten daher nicht ohne fachlichen Rat verwendet werden.
Frisch vom Strauch: Heidelbeeren selber pflücken bei Hofreiter
Auf den Erlebnisfeldern von Hofreiter, heute unter dem Namen Hofis bekannt, kann man rund um München zur Erntezeit die fruchtig-saftigen, besonders frischen und aromatischen Heidelbeeren selber pflücken. Da weiß man dann, was man Gutes hat, denn diese Qualität kann man im Handel kaum kaufen. Und Spaß macht das Ernten obendrein. Die Heidelbeeren werden gegen Ende der Erdbeerzeit reif und können bis Ende August hinein gepflückt werden.
2026 ist bei Hofreiter ein besonderes Jahr: Der Familienbetrieb feiert 50 Jahre Erdbeeren und 20 Jahre BeerenCafés und hat im Frühjahr zusätzlich den neuen Hofis Erlebnispark in Dasing eröffnet.
Die Hofis Erlebnisfelder rund um München
Suchen Sie sich die nächstgelegene Plantage heraus. Im Norden Münchens liegt das Erlebnisfeld in Feldmoching an der Feldmochinger Straße bei Hausnummer 436, am Ortsausgang Richtung Oberschleißheim.
Im Westen finden Sie das Feld in Lochhausen an der Lochhausener Straße Ecke Purpurweidenweg, gut erreichbar mit der S-Bahn (S3 Lochhausen).
Im Osten wartet das Erlebnisfeld in Johanneskirchen an der Kreuzung Savitsstraße/Stegmühlstraße, rund zehn Minuten von der S-Bahn-Station Englschalking entfernt.
Im Süden liegt das Feld in Unterhaching an der Ottobrunner Straße, erreichbar über die A8, Ausfahrt Unterhaching-Ost.
Hinzu kommt das Erlebnisfeld in Pasing an der Blumenauer Straße. Ganz neu ist seit 2026 der Hofis Erlebnispark in Dasing (Neulwirth 3), direkt an der A8, Ausfahrt Dasing.
An den drei Standorten Lochhausen, Feldmoching und Johanneskirchen gibt es zudem jeweils ein BeerenCafé, in Lochhausen außerdem ein Maislabyrinth, das über die Sommermonate zum Freizeithit schlechthin geworden ist.
Öffnungszeiten, Preise und weitere Infos
Die Erlebnisfelder sind in der Saison täglich von 8.30 bis 19.00 Uhr bei jedem Wetter geöffnet, der letzte Einlass ist um 18.15 Uhr. Die BeerenCafés öffnen jeweils ab 10.00 Uhr. Die Heidelbeeren reifen üblicherweise ab etwa Anfang bis Mitte Juli.
Statt einer festen Mindestabnahme gilt bei Hofreiter ein Erntepass beziehungsweise eine Pflückpauschale. Sie kostet unter der Woche fünf Euro pro Person, an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und in den Ferien sieben Euro. Kinder unter drei Jahren sind frei. Fertig gepflückt können Sie die Heidelbeeren auch kaufen, den aktuellen Kilopreis erfragen Sie bitte vor Ort.
Vor der Heidelbeerzeit bietet Hofreiter an mehreren Erlebnisfeldern rund um München Erdbeeren zur Selbsternte an, die bis weit in den Juli hinein geöffnet sind. Außerdem lassen sich ab dem Hochsommer auch Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Kirschen ernten.
Welche Früchte gerade reif sind und welche Felder tagesaktuell geöffnet haben, erfahren Sie auf www.hofis.com. Weitere Auskünfte gibt es telefonisch unter 08257 799303.
Quelle unter anderem: Wikipedia zum Thema Heidelbeeren und Blaubeeren sowie hofis.com.

