POLARWELTEN: Immersive Ausstellung über Arktis und Antarktis im Pineapple Cube
Ab Freitag, 30. Oktober 2026, holt eine neue Erlebnisausstellung das ewige Eis nach München: POLARWELTEN – Die immersive Ausstellung über die Arktis und Antarktis feiert im Pineapple Cube an der Arnulfstraße ihre Weltpremiere. Bis zum 28. Februar 2027 führt der Rundgang durch die beiden Polarregionen der Erde, ihre Tierwelt, die Arbeit der Polarforschung und das Leben der Menschen im hohen Norden. Ein zweites Set der Ausstellung startet wenige Wochen später, ab dem 27. November 2026, in Köln.
Ein Rundgang durch zwei Welten aus Eis
Die Ausstellung ist als Expedition angelegt und gliedert sich in mehrere Themenwelten. Zu Beginn steht die Frage, was Arktis und Antarktis überhaupt voneinander unterscheidet und welche besonderen Bedingungen das Leben im ewigen Eis prägen. Der Unterschied ist grundlegend: Im Norden liegt ein gefrorenes, von Kontinenten umschlossenes Meer, im Süden ein ganzer Kontinent unter einem mächtigen Eispanzer. Aus diesen Gegensätzen ergeben sich ganz unterschiedliche Lebensräume, die der Rundgang Schritt für Schritt erschließt.
Polarforschung und Leben der Inuit
Einblicke in die internationale Polarforschung und ein nachgebildetes Forschungscamp zeigen, unter welch extremen Bedingungen Erkenntnisse über Klima, Ozeane und Eis gewonnen werden. Ein weiterer Bereich widmet sich den Inuit und der engen Verbindung von Kultur, Natur und jahrtausendealtem Wissen, das den Menschen das Leben in der Arktis ermöglicht.
Eisbär, Pinguin und Wal
Einen eigenen Schwerpunkt bildet die Tierwelt der Pole. Nachbildungen, Fotografien, Filmsequenzen und interaktive Medien stellen die Bewohner dieser außergewöhnlichen Lebensräume vor. Dabei wird auch deutlich, dass sich zwei der bekanntesten Polartiere in freier Natur nie begegnen: Eisbären leben ausschließlich in der Arktis, Pinguine dagegen fast ausschließlich auf der Südhalbkugel.
Herzstück ist der 360-Grad-Erlebnisraum
Den Höhepunkt des Rundgangs bildet ein immersiver 360-Grad-Raum. In einer rund 25-minütigen Inszenierung verbinden sich großformatige Bildwelten, moderne Projektionstechnik und authentische Naturklänge zu einer Reise durch die Polarregionen. Gletscher und Eisberge ziehen vorüber, Eisbären, Pinguine und Wale erscheinen in ihrer natürlichen Umgebung, Unterwasserwelten öffnen sich. Polarlichter ziehen über den Himmel, und der Wechsel von Mitternachtssonne und Polarnacht verändert das Gefühl für Zeit und Raum.
Ausstellung für alle Generationen
Spielerische Entdeckungsangebote und fundiertes Wissen verbinden sich mit modernem Storytelling. Die Ausstellung richtet sich an Familien mit Kindern, Schulklassen und interessierte Erwachsene gleichermaßen. Oliver Forster, Konzeptionär, Produzent und örtlicher Veranstalter von COFO Entertainment, beschreibt das Ziel so: „Mit ‚POLARWELTEN‘ wollen wir Wissenschaft emotional erlebbar machen.“ Zugleich soll die Ausstellung zeigen, wie eng die Polarregionen mit dem Leben und der Zukunft aller Menschen verbunden sind, und mit starken Bildern und Naturerlebnissen zum Nachdenken anregen, ohne dabei zu belehren.
Spendenprojekt mit Greenpeace
Begleitend zur Ausstellung unterstützen die Ausstellungsmacher die Umweltorganisation Greenpeace, die sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Polarregionen einsetzt. In der Ausstellung steht eine eigene Spendenbox für das Projekt „Deep Arctic Expedition“: Gemeinsam mit Wissenschaftlern erkundet Greenpeace dabei die bislang kaum erforschte arktische Tiefsee und dokumentiert Lebensräume in bis zu 3.000 Metern Tiefe. Die Erkenntnisse sollen helfen, dieses empfindliche Ökosystem vor Tiefseebergbau zu bewahren. Der Spendenerlös wird von den Ausstellungsmachern verdoppelt und kommt vollständig dem Projekt zugute.
Veranstalter mit Münchner Ausstellungserfahrung
COFO Entertainment aus Passau zählt mit mehreren hundert Veranstaltungen im Jahr zu den großen Veranstaltern im deutschsprachigen Raum. Seit 2013 ist das Unternehmen auch im internationalen Ausstellungsgeschäft tätig, unter anderem mit „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“, „Da Vinci – Das Genie“ und „Titanic: Eine Immersive Reise“. In München ist COFO vor allem mit seinen Banksy-Ausstellungen bekannt geworden: 2021 feierte „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ hier Weltpremiere, 2024 folgte „House of Banksy“ am Stachus, das rund 200.000 Besucher zählte. Insgesamt hat COFO inzwischen knapp 100 Ausstellungsprojekte im In- und Ausland umgesetzt.
Spielort mit Geschichte
Auch der Ausstellungsort ist einen Blick wert. Der Pineapple Cube gehört zum Pineapple Park in und um die Alte Paketposthalle in Neuhausen. Die Halle wurde zwischen 1965 und 1969 errichtet und war mit ihrer freitragenden Spannbeton-Konstruktion seinerzeit die größte ihrer Art weltweit. Sie ist 124 Meter lang, überspannt rund 148 Meter und steht seit 1996 unter Denkmalschutz. Bis rund um die Halle das neue PaketPost-Quartier entsteht, wird das Areal als Pineapple Park für Ausstellungen, Märkte, Sport und Veranstaltungen genutzt.
Öffnungszeiten, Tickets und Anfahrt
POLARWELTEN ist vom 30. Oktober 2026 bis zum 28. Februar 2027 geöffnet, und zwar dienstags, mittwochs, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags, freitags und samstags von 10 bis 20 Uhr. Montags bleibt die Ausstellung geschlossen, ebenso am 24. und 25. Dezember 2026 sowie am 1. Januar 2027. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit. Die Ausstellung ist zweisprachig angelegt und rollstuhlgerecht.
Für den Besuch wird ein Zeitfenster gebucht, die Verweildauer in der Ausstellung ist danach nicht begrenzt. Wer flexibel bleiben oder Karten verschenken möchte, greift zu den Flex- und Geschenktickets, die an einem beliebigen Tag des gebuchten Monats ohne Uhrzeitbindung gelten und nur in begrenzter Zahl erhältlich sind. Tickets gibt es über die offizielle Ausstellungsseite polar-welten.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie ab Ausstellungsbeginn an der Tageskasse.
Der Pineapple Cube liegt an der Arnulfstraße 195 in 80634 München.
Die Haltestelle Briefzentrum der Tramlinien 16 und 17 befindet sich direkt vor dem Gelände, die S-Bahn-Station Hirschgarten ist rund 600 Meter entfernt.




