Thanksgiving in München 2026: Truthahn-Dinner und Termine am 26. November

In den USA wird Thanksgiving jedes Jahr am vierten Donnerstag im November gefeiert, 2026 also am 26. November. Im benachbarten Kanada liegt das Erntedankfest bereits auf dem zweiten Montag im Oktober, was gern mit der früheren Ernte im Norden erklärt wird. Auch in München hat der Abend seine Stammadressen: Amerikaner, Freunde der amerikanischen Küche und alle, die einfach einmal einen ganzen Truthahn mit Füllung, Süßkartoffeln und Cranberrys auf dem Tisch haben möchten, haben hier jedes Jahr ein paar feste Termine.

Thanksgiving-Termine in München 2026

Seit vielen Jahren richtet die Entertainerin Linda Jo Rizzo im Alter Wirt Moosach ihr American Thanksgiving Dinner Event aus, bei dem zum amerikanischen Truthahn-Dinner amerikanische Musik und Unterhaltung gehören. 2026 findet der Abend am Thanksgiving-Donnerstag selbst statt, am 26.11.2026. Informationen und Reservierungen gibt es unter Telefon 0172 8502162 oder per Mail an mail@ljmusic-events.de. Alter Wirt Moosach, Dachauer Straße 274, 80992 München.

Das Conti Restaurant im Haus der Bayerischen Wirtschaft feiert Thanksgiving mit einem Menü unter dem Motto „Classic American Comfort – Conti Style“. Nach einem Auftakt mit kretischem Olivenöl, Brot, Kichererbsencreme und Maronenaufstrich folgen ein Herbstsalat mit gerösteter Birne, Cranberrys, Ziegenkäse und Pekannüssen sowie eine Suppe von geröstetem Kürbis und Apfel mit Ingwer. Im Mittelpunkt steht ein im Ganzen gebratener, tranchiert servierter Truthahn mit Brot-Apfel-Füllung, Süßkartoffel, Collard Greens, Black-Eyed Beans, gegrilltem Mais, Cranberry-Chutney und Turkey Gravy. Als vegetarische und vegane Alternative gibt es einen „Thanksgiving Harvest“ mit Ofenkürbis und Süßkartoffel, zum Dessert einen warmen Kürbis-Apfel-Pie mit Pekannuss-Crumble.

Das 3-Gang-Menü kostet 59 Euro, das 4-Gang-Menü 69 Euro pro Person. Wer am Donnerstag keine Zeit hat, bekommt das gleiche Menü noch einmal am Samstag, 28.11.2026, beim „Thanksgiving Saturday Night Special“. Conti Restaurant, Max-Joseph-Straße 5, 80333 München, Reservierung unter Telefon 089 55178-684 oder per Mail an info@conti-restaurant.de.

In der Brasserie Cuvilliés im Hotel Rosewood Munich wird am Thanksgiving-Abend ab 18 Uhr ein Viergang-Menü unter dem Titel „Thanksgiving Flavours“ serviert. Nach Aperitif und Canapés folgen Gelbflossen-Thunfisch mit Avocado, Rettich und Buttermilch, eine Maiscremesuppe mit Cranberrys, Vadouvan und Wachtelbrust, Truthahn von Brust und Keule mit Süßkartoffel, grünen Bohnen, Speck und Gravy und zum Abschluss Pumpkin Pie mit Sauerrahmeis und Kürbiskernen. Das Menü kostet 149 Euro pro Person. Rosewood Munich, Kardinal-Faulhaber-Straße 1, 80333 München, Telefon 089 8000 190.

Auch das Hard Rock Cafe am Platzl, direkt gegenüber vom Hofbräuhaus, serviert am 26. November eine Thanksgiving-Mahlzeit mit Truthahn, Tischreservierungen für den Abend werden bereits angenommen. Hard Rock Cafe, Platzl 1, 80331 München.

Wer lieber zu Hause feiert, bekommt am Viktualienmarkt bei Stephani’s Geflügelparadies (Abteilung V, Stand 6/7) Truthahnspezialitäten und Geflügel. Für einen ganzen Truthahn empfiehlt sich wie in den USA eine rechtzeitige Vorbestellung.

Neu-England um 1621

Die Siedler, die 1620 mit der Mayflower nach Neuengland kamen und als „Pilgrims“ in die Geschichte eingingen, hatten es in der Neuen Welt anfangs schwer. Die aus religiösen Gründen aus England fortgezogenen Kolonisten verloren im ersten Winter fast die Hälfte ihrer Leute. Die einheimischen Wampanoag zeigten den Neuankömmlingen den Anbau von Mais und die Vorratshaltung, um die harte Winterszeit zu überstehen.

Nach der ersten erfolgreichen Ernte feierten die Kolonisten von Plymouth und die Wampanoag im Herbst 1621 mehrere Tage gemeinsam ein Erntefest, das heute als „The First Thanksgiving“ gilt. Ein fester jährlicher Brauch wurde daraus allerdings erst später, und der Friede zwischen Ureinwohnern und Siedlern hielt nicht lange.

Vom Staat New York zum nationalen Feiertag

1817 führte der Staat New York Thanksgiving als jährlichen Feiertag ein, weitere Staaten im Norden folgten, jeder an seinem eigenen Termin. Die Publizistin Sarah Josepha Hale warb jahrzehntelang für einen gemeinsamen nationalen Feiertag. Mitten im Bürgerkrieg rief Präsident Abraham Lincoln am 3. Oktober 1863 per Proklamation den letzten Donnerstag im November zum landesweiten Tag der Danksagung aus. Darin heißt es:

Abraham Lincoln: „Das Jahr, das sich seinem Ende zuneigt, war erfüllt von den Segnungen fruchtbarer Felder und gesunden Himmels … Ich lade daher meine Mitbürger in allen Teilen der Vereinigten Staaten ein, ebenso jene auf See und jene, die sich in fremden Ländern aufhalten, den letzten Donnerstag im kommenden November als Tag der Danksagung und des Lobes für unseren wohltätigen Vater, der im Himmel wohnt, zu begehen.“

Seither veröffentlicht der amerikanische Präsident jedes Jahr eine Thanksgiving-Proklamation. Weil Präsident Franklin D. Roosevelt den Feiertag 1939 um eine Woche vorverlegt hatte, um die Einkaufszeit vor Weihnachten zu verlängern, und daraufhin nicht alle Staaten mitzogen, legte der Kongress den Termin 1941 per Gesetz endgültig auf den vierten Donnerstag im November fest.

Für viele Amerikaner ist Thanksgiving das größte Familienfest des Jahres, zu dem die Verwandtschaft von weit her anreist. Das lange Wochenende zählt zu den reisestärksten Tagen des Jahres, Flughäfen und Highways sind entsprechend voll. Den Truthahn bestellen viele Familien schon Wochen vorher, und je größer der Vogel, desto besser.

Macy’s Parade in New York

Seit 1924 veranstaltet das Kaufhaus Macy’s in New York am Thanksgiving-Morgen seine „Thanksgiving Day Parade“. Der Zug mit Riesenballons, Festwagen und Marching Bands startet am Central Park West und endet vor dem Stammhaus am Herald Square. Mit der Ankunft des Weihnachtsmanns gilt die Weihnachtssaison in New York als eröffnet.

Das Thanksgiving-Essen

Truthahn mit Füllung, Süßkartoffeln, Mais, Cranberry-Sauce und ein Kürbiskuchen gehören traditionell auf den Speiseplan. Auch in kleinen Haushalten kommt meist ein ganzer Truthahn in den Ofen, die Folgewoche besteht dann aus Truthahn-Sandwiches und Truthahn-Salat in allen Variationen. Gebraten, geschmort, geräuchert, gegrillt oder ganz in Fett frittiert: Jede Zubereitungsart hat ihre Anhänger.

Rezeptvorschlag: Truthahn mit Apfel-Füllung

Für einen Truthahn von 2 bis 5 Kilogramm braucht man für die Füllung drei säuerliche Äpfel, vier Nelken, zwei Schalotten, je einen Zweig Majoran und Salbei, einen Esslöffel Zitronensaft, zwei bis drei Scheiben Toastbrot, Salz, Pfeffer und etwas Butter.

Für die Apfel-Füllung werden die Äpfel geachtelt und die Schalotten mit den Nelken gespickt. Die Kräuter zerkleinern, mit Äpfeln, Schalotten und Zitronensaft mischen und würzen. Das Toastbrot rösten, würfeln und unter die Füllung heben, die Menge eventuell an die Größe des Vogels anpassen. Die Füllung kommt locker und nicht zu fest in die Höhlung, da sie sich beim Braten ausdehnt. Den Truthahn mit Butter bestreichen oder mit gefettetem Pergamentpapier abdecken, damit er nicht austrocknet.

Bei 3,5 bis 4,5 Kilogramm Gewicht braucht der Truthahn 2 1/2 bis 3 Stunden bei 175 Grad. Zunächst eine Stunde mit der Brust nach unten braten, dann wenden und fertig braten. Alternativ die Brust von Anfang an mit einem in flüssige Butter getauchten Pergamentpapier bedecken. Mit Füllung verlängert sich die Bratzeit um etwa 30 Minuten. (Quelle Rezept: Magners Irish Cider)

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