36 Grad – und es wird noch heißer… Diese Wetterprognose der Band 2Raumwohnung aus dem Jahr 2007 gilt auch für die letzte Juni-Woche 2026!  In den Hitzewahnsinn fällt die Eröffnung des Filmfests München und so haben die zahlreichen interessanten Filmproduktionen (rd. 130!) außerdem den Vorteil, sie in einem klimatisierten (!) Kinosaal begutachten zu können.

Auf dem roten Teppich im Gasteig HP8 in Sendling setzten die rd. 1600 Gäste auf sehr luftige Garderobe – einige Männer ließen die Hemden gleich ganz im Schrank, Frauen hatten neben wenig Stoff viel doppelseitiges Klebeband am Körper. Bestes Beispiel Model Stefanie Giesinger, zum Aufpassen, dass nix verrutscht gleich mit zwei Assistentinnen am Start. Hingucker im orangenen Halbnacktkleid auch Schauspielerin Caro Cult, frischgebackene Mami: „Habe kürzlich abgestillt, heute Abend kümmert sich der Vater um das Kind!“.

Dabei sein ist alles, wenn Fotografen und TV-Teams in Doppelreihe Aufstellung genommen haben. Fotografiert wird, wer entweder a) besonders angesagt, b) bereits einen Namen in der Branche hat oder c) optisch die volle Punktzahl erreicht. Auf den vorderen Plätze der jeweiligen Kategorien landeten Maria Furtwängler, Sunnyi Melles und Veronica Ferres (mit schöner und talentierter Tochter Lilly Krug gekommen). Im veilchenfarbenen Hosenanzug Influencerin und Fußballer-Ex Cathy Hummels. TV-Liebling Adnan Maral und Ehefrau Franziska, der nachmittags noch beim Schwimmen war und auch in der Badehose als „Metin“ aus „Türkisch für Anfänger“ vom Handtuch-Nachbarn sofort erkannt wurde.

43. FILMFEST MÜNCHEN © Kurt Krieger / Filmfest München

Festivaldirektor Christoph Gröner, Staatsminister Dr. Florian Herrmann und Ehefrau Renate, Oberbürgermeister von München Dominik Krause und Partner Sebastian Müller, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München Mona Fuchs und künstlerische Leiterin des Festivals Julia Weigl bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des 43. Filmfest München im Gasteig HP8 am 27. Juni 2026. © Kurt Krieger / Filmfest München

Und dann, kurz vor Beginn des Eröffnungsfilms – die Campari-Bar hatte schon ihren Dienst zwecks großer Nachfrage vorübergehend eingestellt – wehte ein Hauch von Hollywood durchs Gasteig HP 8: Sandra Hüller, (geboren im beschaulichen Suhl), die von Hollywood bis Cannes für ihre Darstellung ausgezeichnet wird („The Zone of Interest“, „Anatomie eines Falls“), hat sich den Terminkalender für München freigehalten.

 

Ihr neuer Film „Vaterland“ (gerade für Beste Regie von Pawel Pawlikowski beim Filmfestival in Cannes gelobt) lief zum Start des Filmfests. Schon einiges an Blitzlichtgewitter gewohnt, legte sie in elegantem Hosenanzug mit auffälligem Ohrschmuck einen professionellen, weil unprätentiösen Auftritt vor der „Fotografenwand“ hin zusammen mit Devid Striesow. In oben genannten „Kategorien“ des Medieninteresses ist sie unerreichte Spitzenreiterin bei a), b) und c).

Im Getümmel auch gesichtet und begrüßt von Festivaldirektor Christoph Gröner und der künstlerische Leiterin Julia Weigl: Staatsminister Dr. Florian Herrmann, OB Dominik Krause und Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs, Regisseurin Doris Dörrie, Produzentin Katja Eichinger, Rapperin und Schauspielerin Sabrina Setlur -in sommerlichem Knaller-Grün – spielt in der neuen ZDF-Serie „München Beats“ mit, in der auch Ex-OB Christian Ude eine Gastrolle hat. Sie stellt auf dem Filmfest ihren Film „Identitti“ vor und sprach dabei über ihre eigene deutsch-indische Identität.

Josefine Preuß, Sophie von Kessel, Samuel Koch (Ensemble Münchner Kammerspiele), Katharina Thalbach (mit Fächer gegen die Hitze bewaffnet), Ferdinand Hofer (seit der „Pensionierung“ seiner „Tatort“-Chefs Wachtveitl & Nemec zum Kriminalkommissar aufgestiegen), MdB und ehem. Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Schauspielerin Brigitte Hobmeier (langjährige „Jedermann“-Buhlschaft in Salzburg) trotz Sonnenbrille sofort erkannt, Schauspieler Johannes Berzl, Kabarettistin Eva Karl Faltermeier im klassischen Dior-Look, Schauspielerin Katharina Schulz im coolen grauen Männeranzug – mit teuren Cartier-Leihgaben an beiden Händen, Autorin Katja Eichinger.

Aus der Schauspiel- und Fernsehwelt mischten sich „Tatort“-Urgestein Udo Wachtveitl und die neue „Tatort“-Ermittlerin Karoline Schuch unter die Gäste, dazu Hannes Jaenicke (mit Freundin Stephanie Krogmann), sowie die „Tatort“-Darsteller Ferdinand Hofer und Brigitte Hobmeier.

Gaby Hildenbrandt

 

43. FILMFEST MÜNCHEN © Kurt Krieger / Filmfest München

Paweł Pawlikowski und Sandra Hüller bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des 43. Filmfest München im Gasteig HP8 am 27. Juni 2026. © Kurt Krieger / Filmfest München

Weiter dabei fanden trotz der hochsommerlichen Temperaturen, des parallel laufenden CSD und der Fußball-WM den Weg zum „Isarcarpet“ Produzent Oliver Berben, Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer (mit Tochter Corinna), Drehbuchautorin Hanna Hribar, Schauspieler Daniel Christensen, Marie-Luise Marjan (bekannt als „Mutter Beimer“ in der Limdenstraße, ), Schauspielerin Anna Ewelina, Schauspielerin Eva Maria Reichert,  Eva Karl Faltermeier, Margarita Broich, die Schauspieler Ken Duken, Vladimir Burlakov, Kai Schumann, Hanns Zischler und Jonathan Kriener, , Marie Nasemann, Stefanie Giesinger, Genija Rykova, Lara Mandoki, Sina Reiß, Hayal Kaya, Svenja Jung, Zoe Fürmann, Marisa Leonie Bach und Marie Baeumer.

Vor rund 1.600 geladenen Gästen der Premiere sagte der preisgekrönte Regisseur Paweł Pawlikowski:

I’d like to say thank you. I’m very grateful to the festival for inviting us as a film for the opening night. It’s a bit scary to show a film about Thomas Mann in Germany, in Munich, a city which is very closely connected to the Mann family story. But it’s the right place to be.”

„Ich möchte Danke sagen. Ich bin dem Festival sehr dankbar, dass es uns als Eröffnungsfilm eingeladen hat. Es ist ein bisschen beängstigend, einen Film über Thomas Mann in Deutschland, in München, zu zeigen – einer Stadt, die sehr eng mit der Geschichte der Familie Mann verbunden ist. Aber es ist der richtige Ort dafür.“

43. FILMFEST MÜNCHEN © Kurt Krieger / Filmfest München

Festivaldirektor Christoph Gröner und künstlerische Leiterin Julia Weigl bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des 43. Filmfest München im Gasteig HP8 am 27. Juni 2026. © Kurt Krieger / Filmfest München

43. FILMFEST MÜNCHEN © Kurt Krieger / Filmfest München

Paweł Pawlikowski, Sandra Hüller und Hanns Zischler bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des Filmfest München im Gasteig HP8 anlässlich des 43. FILMFEST MÜNCHEN am 27. Juni 2026. © Kurt Krieger / Filmfest München

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke zeigten sich die Stars auf dem roten Teppich bestens gelaunt. In den Interviews mit ganz-muenchen.de sprachen die prominenten Gäste über den Eröffnungsfilm, persönliche modische Statements und anstehende Projekte.

Sandra Hüller zeigte sich sichtlich bewegt davon, dass das von ihr getragene Nachkriegsdrama das Festival eröffnen durfte: „Es ist eine große Ehre für uns.“ Angesichts des großen Rummels gab sie offen zu: „Ich fühle mich heiß und überfordert. Ich habe lange in München gelebt, ich mag München, deswegen freue ich mich einfach, wieder hier zu sein.“

Katharina Stark war mit vollem Einsatz direkt aus Berlin angereist und lüftete das Geheimnis um ihren besonderen Look: „Das war eine Hommage an den Look, den Julia Roberts anhatte, als sie in den 90ern den Golden Globe gewonnen hat. Das ist uns beim Fitting aufgefallen.“ Mit Blick auf die Hitze bewies sie pragmatischen Profi-Geist: „Drinnen gibt es Klimaanlagen. Wenn man leicht angezogen und verschwitzt ist, kann man schnell krank werden – ich bin so eine Kandidatin. Deshalb schützt mich diese Jacke drinnen.“

Daniel Christensen nahm die Rekordtemperaturen mit Humor: „Es ist dieses Mal heißer denn je.“ Für ihn sind Festivals wie das in München gerade in schwierigen Zeiten essenziell: „Es ist immer gut, Rücksprache mit den Kollegen und Produzenten zu halten. Wir müssen uns updaten, aber vor allem gegenseitig Mut zusprechen. Ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, in der sich die Branche nicht in der Krise wahrgenommen hat. Dafür sind diese Festivals unschätzbar.“ Zudem verriet er ein Highlight für den Restsommer: „Am 10. August haben wir Premiere mit dem neuen Eberhofer-Krimi ‚Steckerfischfiasko‘ hier in München im Mathäser, am 13. August ist Kinostart.“

Brigitte Hobmeier freute sich besonders für die Hauptdarstellerin des Abends, mit der sie eine gemeinsame Vergangenheit teilt: „Für mich ist heute ganz besonders, weil Sandra Hüller kommt. Wir haben im Theater miteinander gearbeitet und waren am selben Haus Kolleginnen. Dass ich sie heute hier sehen darf, wo sie diese wahnsinnige Karriere hingelegt hat, erfüllt mich mit großem Respekt und Freude.“ Über ihre eigenen Pläne berichtete sie: „Ich spiele gerade am Residenztheater ‚Munich Machine‘. Im Sommer drehe ich eine Serie, die um die Jahrhundertwende spielt, über eine sehr berühmte Münchner Familie.“

Veronica Ferres schwelgte beim Thema des Eröffnungsfilms in Erinnerungen an eigene Dreharbeiten: „Ich bin sehr gespannt, den Film aus der Perspektive von Thomas und Erika Mann zu erleben. Durch die Dreharbeiten damals, als ich die Nelly Mann gespielt habe, bin ich natürlich sehr intensiv in diese Zeit eingestiegen.“ Für sie ist das Filmfest ein fester Termin im Kalender: „Es ist unfassbar wichtig, Menschen kommen aus der ganzen Welt. Für uns ist es wie ein Familientreffen.“ Zudem reiste sie mit gleich zwei eigenen Produktionen im Gepäck an: „Kalter Hund“ sowie das internationale Projekt „Deadman’s Wire“.

Marie-Luise Marjan hatte eine regelrechte Odyssee hinter sich, ließ sich die Laune aber nicht verderben: „Meine Reise war etwas spektakulär. Ich bin von Berlin los, aber der Zug endete nachts um 12 Uhr in Nürnberg. Da habe ich übernachtet und bin erst jetzt in München angekommen. Zurzeit ist der Zugverkehr anstrengend.“ Der Grund für ihr Kommen ist ein neuer Film: „Am Montag läuft ein Film mit mir auf dem Festival: ‚Die falsche Tochter‘.“

Jule Hermann genoss den Heimvorteil sichtlich: „Ich könnte mir keine bessere Hauptrolle vorstellen, weil in meiner Heimatstadt gedreht wird.“ Für die Produktion „München Beats“ musste sie vollen Körpereinsatz zeigen und ganz neue Fähigkeiten erlernen: „Ich habe für dieses Projekt zwei Dinge gelernt: Einmal Auflegen – so richtig analog mit Platten, ich stand vorher vor dem Gerät und wusste gar nicht, was ich machen soll. Und Akkordeon. Beides habe ich mit viel Hilfe ganz gut hingekriegt und ich liebe es bis heute.“

 

Katharina Thalbach bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des Filmfest München im Gasteig HP8 anlässlich des 43. FILMFEST MÜNCHEN am 27. Juni 2026. © Martin Schmitz

Katharina Thalbach bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND am 27. Juni 2026 beim Opening des 43. FILMFEST MÜNCHEN im Gasteig HP8 © Martin Schmitz

Sunnyi Melles bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des Filmfest München im Gasteig HP8 anlässlich des 43. FILMFEST MÜNCHEN am 27. Juni 2026. © Martin Schmitz

Sunnyi Melles bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des 43. FILMFEST MÜNCHEN im Gasteig HP8© Martin Schmitz

(Auswertung der Video Interviews durch Gemini KI)