Olympia Looping auf dem Oktoberfest 2026
Die Geschichte der größten transportablen Achterbahn der Welt
Seit mehr als 35 Jahren gehört der Olympia Looping zu den bekanntesten Fahrgeschäften des Münchner Oktoberfests. Fünf Loopings in den Farben der Olympischen Ringe, rund 1.250 Meter Strecke und eine Konstruktion, die es in dieser Form nur einmal gibt: Die Bahn der Schaustellerfamilie Barth ist bis heute die größte transportable Achterbahn der Welt und zugleich die einzige mit fünf Überschlägen.
Eine Idee aus den späten 1980er-Jahren
Ende der 1980er-Jahre entwickelte Rudolf Barth gemeinsam mit seinem Sohn Otto Barth den Plan für eine transportable Achterbahn, wie es sie bis dahin nicht gab. Für die Umsetzung holte die Familie zwei Namen ins Boot, die in der Achterbahnwelt einen besonderen Klang haben: den Ingenieur Werner Stengel, der die Streckenführung berechnete, und den Konstrukteur Anton Schwarzkopf. Gefertigt wurde die Bahn nach den Berechnungen des Ingenieurbüros Stengel von den Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerken (BHS) im oberbayerischen Peißenberg. Fünf Loopings auf einer Anlage, die sich zerlegen, verladen und auf jedem Festplatz neu aufbauen lässt, galten damals als technisch kaum machbar.
Premiere auf der Wiesn 1989
Am 17. September 1989 feierte der Olympia Looping auf dem Münchner Oktoberfest Premiere. Die fünf Loopings sind ähnlich angeordnet wie die Olympischen Ringe und tragen deren Farben, was der Bahn ihren Namen gab. Auf der rund 1.250 Meter langen Strecke erreichen die Züge Geschwindigkeiten von über 80 km/h, in den Loopings wirken Kräfte von bis zu 5,2 g. Unterwegs sind fünf Züge mit jeweils 28 Plätzen.
Ohne festen Standort durch Europa
Seit mehr als drei Jahrzehnten reist der Olympia Looping über die großen Volksfeste und internationalen Veranstaltungen, ohne festen Standort und fast ständig in Bewegung. Eine wichtige Station war über längere Zeit der Wiener Prater, wo die Achterbahn unter anderem im Jahr 2016 zum 250-jährigen Bestehen des Praters gastierte. Auch international hat sich die Bahn einen Namen gemacht: Seit Jahren ist sie im Winter beim Winter Wonderland im Londoner Hyde Park zu Gast. Der wichtigste Termin im Jahreslauf bleibt jedoch das Oktoberfest, wo der Olympia Looping längst mehr ist als ein Fahrgeschäft, nämlich ein Stück Münchner Stadtgeschichte.
Die nächste Generation
Heute führt Michael Barth die Familientradition weiter und setzt das Werk von Rudolf und Otto Barth fort. Die Familie ist seit Generationen im Schaustellergewerbe tätig und eng mit München verbunden. Diese Verbundenheit gibt sie auch zurück, etwa durch die Unterstützung von Initiativen wie Münchner für Münchner.
Rückkehr nach Hamburg und laufende Weiterentwicklung
Im Jahr 2026 kehrte der Olympia Looping nach 14 Jahren auf den Hamburger Dom zurück, zunächst zum Frühlingsdom und im Sommer auch zum Sommerdom. Technisch bleibt die Bahn dabei nicht stehen: Sie wird laufend weiterentwickelt, unter anderem mit moderner LED-Beleuchtung und Magnetbremsen. Unverändert geblieben ist dagegen der Moment, den Fahrgäste seit 1989 kennen: der kurze Stillstand vor dem Start und dann die erste Abfahrt in Richtung der fünf Loopings.




