Shake & Roll auf dem Oktoberfest 2026: Loopings ohne Motor

vorgestellt von Elisabeth Schäfer

Auf der Theresienwiese gibt es in diesem Jahr ein Rundfahrgeschäft zu sehen, das bislang noch nie auf dem Oktoberfest stand: Shake & Roll von Else Schäfer feiert bei der 191. Wiesn seine Premiere. Für den Betrieb geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, wie Schaustellerin Elisabeth Schäfer, Junior-Chefin des Schaustellerbetriebs Schäfer im Gespräch mit Oberbürgermeister Dominik Krause und Wiesnchef Dr. Christian Scharpf während des Aufbaus berichtet. Das Gastspiel in München sei das erste überhaupt , und entsprechend groß sei die Vorfreude auf die sechzehn Festtage.

Shake & Roll: Wenn die Physik die Gondeln übernimmt – Presserundgang Oktoberfest 2026 (Video von nachrichten-muenchen.de)

Loopings ohne Motor

Die Besonderheit des Geschäfts liegt unter der Verkleidung. Anders als bei vielen anderen Rundfahrgeschäften werden die Gondeln bei Shake & Roll nicht motorisch gesteuert. Sämtliche seitlichen Drehungen und alle Überschläge entstehen ausschließlich aus den Dreh- und Fliehkräften, die über die Bewegung der Hauptplatte und der Gondelkreuze aufgebaut werden.

Was die Fahrgäste als Looping erleben, ist also reine Physik und keine Programmierung. Jede Fahrt verläuft dadurch anders, denn Anzahl und Intensität der Überschläge hängen vom Gewicht der Fahrgäste und von der Fahrweise des Rekommandeurs ab.

Im Vergleich zum bekannten Klassiker Break Dance geht es bei Shake & Roll komplett über Kopf, und die Fahrt fällt in der Regel rasanter aus. Platz finden 40 Personen, jeweils zu zweit in einer Gondel. Optisch bewegt sich das Geschäft in der Bildwelt der fünfziger Jahre, mit Motiven rund um Rock ’n‘ Roll und einem überdimensionalen Eiscocktail als Mittelpunkt.

Testsitzen: Elisabeth Schäfer, Wirtschaftsrefeent Dr. Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (©Foto: Martin Schmitz)
Testsitzen: Elisabeth Schäfer, Wirtschaftsrefeent Dr. Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (©Foto: Martin Schmitz)

Vom Break Dance zur frei beweglichen Gondel

Die Technik hat eine lange Vorgeschichte. Gebaut wurde die Anlage 1991 vom niederländischen Hersteller Mondial, damals noch als klassischer Break Dance. Bereits 1993 folgten die ersten Umbauten hin zu Überschlag-Gondeln, womit der Grundstein für die heutige Dynamik gelegt war.

Das große Upgrade kam 2022: Neben dem Erscheinungsbild im Stil der fünfziger Jahre wurde damals auch die Technik überarbeitet, mit geringerem Stromverbrauch, zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen und den frei ausgeführten Überschlägen, die das Geschäft heute prägen.

Ein enger Zeitplan bis zur TÜV-Abnahme

Bis das Geschäft auf der Theresienwiese stand, blieb wenig Luft. Die Anlage war bis zum vorangegangenen Dienstag noch auf einer Kirmes im Sauerland im Einsatz, anschließend ging es über Nacht direkt nach München. Zum Zeitpunkt des Pressegesprächs stand die TÜV-Abnahme noch aus, sie war für den folgenden Tag angesetzt.

Testsitzen: Elisabeth Schäfer, Wirtschaftsreferent Dr. Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (©Foto: Martin Schmitz)
Testsitzen: Elisabeth Schäfer, Wirtschaftsreferent Dr. Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (©Foto: Martin Schmitz)

Eine reguläre Mitfahrt war deshalb bei unserem Besuch ausgeschlossen, für Aufnahmen bot Elisabeth Schäfer immerhin ein Probesitzen in einer der Gondeln an. Solche Abläufe gehören zum Aufbau auf der Wiesn dazu, in der Woche vor dem Anstich arbeiten die Betriebe eng getaktet.

Standort auf der Theresienwiese

Zu finden ist Shake & Roll in der Matthias-Pschorr-Straße 52. Das Oktoberfest 2026 läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober. Wer den Aufbau und die erste Fahrt in bewegten Bildern sehen möchte, findet das Gespräch mit Elisabeth Schäfer im Video auf unserem YouTube-Kanal. Weitere Berichte rund um die Wiesn gibt es laufend auf ganz-muenchen.de.

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