Das Münchner Erfolgs-Duo Tini Schramm und Gloria Epstein brachte mit „Table Desires“ die Kunst des Tischdeckens ins Village und gab Tipps für die perfekte sommerliche Tafel!
Sie ziehen die Tische an: Die Rede ist von Tini Schramm und Gloria Epstein. Auf ihrem Insta-Account „Table Desires“ (mehr als 89K Follower) zeigen sie erfolgreich, wie schön und abwechslungsreich eine gedeckte Tafel aussehen kann. Jetzt deckten sie, den Tisch in „Ingolstadt Village“. Die Shopping-Destination vor den Toren Münchens hatte unter dem Motto „The Art of the Summer Table“ zu einem besonderen Event eingeladen. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wurde die Kunst des sommerlichen Tischdeckens gefeiert.
Die beiden Powerfrauen haben sich einst über ihre Kinder kennengelernt – und aus einer tiefen Freundschaft wurde eine gemeinsame, kreative Mission. „Wir hätten zunächst allerdings nie gedacht, dass daraus ein Business entsteht. Aber wir haben großen Spaß daran und sagen unseren Kindern immer, wir gehen spielen, da es sich für uns nicht wie Arbeit anfühlt“, erzählten sie schmunzelnd.
Das Spannende: Beide stammen ursprünglich aus der High-Fashion-Welt! Tini hat ihre Wurzeln im Familienunternehmen „Mytheresa“ und Gloria ist die Schwester von Star-Designer Philipp Plein, der auch mit einem Store im Village vertreten ist. Und somit liegt den beiden Gründerinnen das Gespür für Trends, Luxus und Ästhetik quasi im Blut. Dieses Style-Gen übertragen sie nun auf ihre große Leidenschaft: Den Tisch! „Unsere vielen gemeinsamen Dinner haben uns gezeigt, dass ein liebevoll und einzigartig gedeckter Tisch das Zusammensein mit Familie und Freunden noch viel besonderer macht. Wir möchten den Gästen zeigen, wie man mit einfachen Kniffen – von klassischer Eleganz bis zur modernen Interpretation – ein Stück Magie an den Tisch bringt“, schwärmte Tini. Und Gloria ergänzte: „Unser Ziel ist es, andere zu motivieren, Freunde und Familie einzuladen und gemeinsam schöne Erinnerungen zu schaffen – mit Tischen, die eine besondere Atmosphäre zaubern und jedes Essen in ein Fest verwandeln.“

Dann ging es los mit dem Tischdecken – Schritt für Schritt zum perfekten Sommertisch. Zuvor waren sie im Village in den unterschiedlichsten Stores wie „Villeroy & Boch“, „Rosenthal“, „WMF“ und„Le Creuset“ unterwegs gewesen und hatten dort Geschirr und Gläser besorgt. Tini: „Wir haben für unseren Tisch im Village eigens ein ganz klassisches, rein weißes Geschirr ohne Dekor von Villeroy & Boch ausgewählt. Das haben wir bewusst getan, weil so ein zeitloser Klassiker wahrscheinlich fast jeder zu Hause im Schrank stehen hat. Wir wollten demonstrieren, dass so eine Basis überhaupt nicht langweilig sein muss, sondern im Gegenteil sehr besonders aussehen kann.“ Gloria: „Manch einer würde jetzt vielleicht sagen: ‚Na ja, ich richte das Essen lieber direkt in der Küche auf den Tellern an und würde gar nicht erst alles auf dem Tisch eindecken.‘ Wir machen das aber gerne andersherum – wir decken von vornherein alles komplett ein! Warum? Weil wir unseren Gästen beim Betreten des Raumes einen echten Wow-Effekt bieten wollen! Genau dafür machen wir dieses ganze großartige Table Setting. Es geht uns darum, die Gäste zu beeindrucken und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen. Zum anderen lässt es die Gäste schon im Vorfeld wunderbar erahnen, was sie am Abend kulinarisch erwartet – ob es ein Zweigänge-Menü wird, ob es eine Suppe gibt… Tini: „Wir lieben Platzteller und Tischsets. Letztere sorgen für Symmetrie und liefern ein Grundgerüst.
Was, wenn man kein Service für eine große Anzahl an Personen besitzt? Entspannt durchatmen! Tini: „Nicht jeder hat ein perfekt durchgestyltes, einheitliches Service zu Hause, sondern die unterschiedlichsten Konstrukte im Schrank – das alltägliche Frühstücksgeschirr, ein paar Einzelstücke oder das elegante Porzellan, das man von der Mutter oder der Oma geerbt hat. Deshalb: Sich trauen, die Dinge zu mischen! unser Appell lautet: Mut zum Mix! Traut euch auch, unterschiedliche Materialien miteinander zu kombinieren. Wenn man unten edles Porzellan als Basis hat, kann man ruhig einen rustikaleren Keramikteller darüberlegen. Wenn dieser etwas dicker ist und eine ganz andere Struktur hat, macht genau das den Tisch erst so richtig aufregend.“ Und wie sieht es mit den Gläsern aus? Gloria: „Wir haben uns bewusst für klassische, durchsichtige Gläser entschieden. Auch hier wieder aus demselben Grund: Weil sie jeder zu Hause hat. Wer farbige Gläser besitzt, kann diese wunderbar dazwischen stellen. Einfach fröhlich durchmischen und gucken, was Schönes daraus wird!“

Gloria erzählte dann zu den Gläsern eine lustige Geschichte: „Es gibt bekanntlich diese unzähligen, starren Benimmregeln, wo genau welches Glas zu stehen hat. Ich war mir da selbst mal unsicher. Lustigerweise hatte ich dazu damals eine sehr nette Konversation mit einer Italienerin, die uns auf Instagram folgt. Sie schrieb mir plötzlich: ‚Es ist falsch, wie du die Gläser hinstellst. Wrong!‘ Ich dachte nur: ‚Oh Gott, wie peinlich, jetzt tische ich schon so lange professionell auf und blamiere mich hier.‘ Ich habe daraufhin völlig gestresst Tini angerufen. Damals gab es ChatGPT zum schnellen Nachschlagen noch nicht so, also haben wir das Ganze gegoogelt.“ Tini: „Dabei kam eine Geschichte heraus, die wir sehr interessant finden und die man sich super als kleinen Anker merken kann: Das Glas, aus dem am meisten getrunken wird – bei uns uns in der DACH-Region, also in Deutschland, Österreich, Schweiz ist es das Wasserglas – am nächsten am Gast steht. Von diesem Ausgangspunkt aus arbeitet man sich mit den Weingläsern der Größe nach schräg nach oben in Richtung Tischmitte vor. Gloria: „In Ländern wie Italien oder Spanien ist es aber genau andersrum! Die Südländer sagen sich halt scherzhaft: ‚Wasser? Wer braucht Wasser, wir wollen zuerst den Wein!‘ Deshalb wählen sie den direkten, kurzen Weg zum Weinglas und drehen die Reihenfolge um. Es gibt, wie man sieht, total unterschiedliche Kulturen. Und genau das zeigt uns doch wieder: Man kann beim Tischdecken nichts falsch machen! Dekoriert einfach ein bisschen nach Gefühl!“
Bei den Servietten vertreten die beiden unterschiedliche Meinungen: Für Tini ist auch Papier okay, für Gloriamüssen es Stoffservietten sein: „Da scheiden sich bei uns ein bisschen die Geister“, gestand Gloria. „Ich bin absolut und ausnahmslos für Stoffservietten! Versteht mich nicht falsch: Wenn ich meinen Kindern abends schnell Chicken Nuggets mit Pommes serviere, dann kriegen die natürlich keine schön gefalteten Stoffservietten hingelegt. Ich finde es aber unmöglich, wenn man Gäste einlädt und dann entsteht am Tisch so ein unschöner Papiersalat.“ Wo sollte eine Serviette eigentlich genau liegen? Tini: „Laut Knigge wird sie entweder in akkurater Rechteckform links neben die Gabeln platziert oder flach in die Mitte auf den Teller gelegt. Da sind wir aber wieder ganz entspannt und sagen: Legt sie einfach genau dorthin, wo sie für euch am schönsten aussieht und wo sie euch am besten gefällt! Gloria: „Und statt Serviettenring verwenden wir auch gerne einfaches Geschenkband, was wahrscheinlich auch viele zu Hause haben. Wenn man weiße Servietten hat, dann gerne auch bunte Bänder.“
Ihre Botschaft an die Damen: Sich nicht stressen lassen, weder vom Knigge noch von den Regeln, die man von Oma oder Mama übernommen hat. Tini: „Beim Besteck fragen sich viele: ‚Hilfe, wie war das noch mal mit der Reihenfolge?‘ Eigentlich ist es ganz einfach: Man arbeitet sich klassisch von außen nach innen vor. Das Messer für die Vorspeise liegt also ganz außen rechts, die Gabel ganz außen links. Aber auch hier gilt unser Credo für den perfekten Sommertisch: Lasst euch nicht stressen! Wenn ihr ein lockeres Barbecue oder ein Gartenfest feiert, könnt ihr das Besteck zum Beispiel auch super im Mix-and-Match-Stil in einem schönen Krug mitten auf den Tisch stellen. Das nimmt die Steifheit raus und sorgt sofort für eine entspannte, sommerliche Atmosphäre.“
Zu guter Letzt hatten sie noch einige gute Deko-Tipps parat: „Im Sommer passen Pagoden als Deko, im Winter Kerzen. Unser Tipp sind, gerade jetzt im Sommer, LED-Table-Lamps, weil sie für so ein schönes Ambiente sorgen – drinnen oder draußen.“ Und was ist mit Blumen? Gloria: „Wir lieben Blumen, sind mittlerweile aber auch Verfechter von Faux Flowers. Gerne auch mit frischen mischen.“ Tini: „Ich liebe Blumen, die gerade Saison haben.“ Und dann noch ein guter Tipp der beiden zum Schluss: „Musik anmachen. Mit dem passenden Sound kann dann eigentlich nichts mehr schiefgehen.“ Für hungrige Gäste haben die beiden auch einen SOS-Notfallplan: „Eine Etagere aufstellen mit Snacks wie Oliven oder Grissini mit Parmaschinken. Das sieht nicht nur schön aus, sondern stillt auch den ersten Hunger.“
Anmoderiert wurde der Event von Julia Zirpel von „Ingolstadt Village“, die sich über das zweite Gastspiel von „Table Desires“ freute: „Das Event passt perfekt zu unserer Kampagne von Ingolstadt Village „Nouveau Bavaria“, die vom prachtvollen Münchner Jugendstil inspiriert ist. Neben floralen Elementen und ornamentalen Details steht vor allem eine Haltung im Mittelpunkt: die Idee, dass Schönheit jeden Bereich des Lebens durchdringen kann – bis hinein in die kleinen Dinge des Alltags.“
Andrea Vodermayr
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