Die gestrandeten Rheingauer – das Warten auf die Öffnung der Wiesn nach Notschliessung am 01.10.2025

Eine Gruppe von vier Rheingauern, darunter zwei Winzer, traf am 1. Oktober 2025 auf eine unerwartete Situation: Das Münchner Oktoberfest war wegen einer Bedrohungslage über viele Stunden abgeriegelt, was die Besucher außerhalb der Absperrungen stranden ließ. Die Winzer nutzten in diesem Jahr eine einmalige Gelegenheit. Wie sie im Gespräch berichteten, war die Weinlese („der Herbst“) dieses Jahr „relativ früh zu Ende“ [00:00], wodurch sie erstmals Zeit für den Besuch der Wiesn fanden – eine Reise, die in normalen Jahren aufgrund der vollen Weinernte nicht möglich wäre.

Die Stimmung der „gestrandeten Rheingauer“ war trotz der Zwangspause optimistisch. Sie waren extra früh ins Bett gegangen, hatten Lederhosen ausgeliehen [00:25], und einer der Winzer, der Philip, hatte es nach 45 Jahren Überredungsarbeit das erste Mal zum Fest geschafft [00:30]. Nun standen sie vor verschlossenen Toren.

Auf die Frage nach der Qualität des aktuellen Jahrgangs zeigten sich die Fachleute aus den Lagen Hattenheim und Geisenheim [00:42] zuversichtlich: „Der Wein wird gut, wie jedes Jahr sensationell im Rheingau“ [00:37]. Die Gruppe hatte eine Tischreservierung für 17:00 Uhr und zeigte sich entschlossen, die Sperrung nicht ihre Pläne durchkreuzen zu lassen. Ihr Fazit zur Situation: „Wir haben Durst mitgebracht“ [01:00].

gestrandet an der gesperrten Wiesn - vier junge Rheingauer blieben gelassen (©Foto: Martin Schmitz)
gestrandet an der gesperrten Wiesn – vier junge Rheingauer blieben gelassen (©Foto: Martin Schmitz)

 

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