Der offizielle Lageplan des Oktoberfests 2026 liegt vor – und er zeigt: Auf der Theresienwiese hat sich in diesem Jahr einiges bewegt. Nachdem die Zugspitzbahn kurzfristig ausgefallen ist, wurden zahlreiche Fahrgeschäfte auf dem Festgelände neu verteilt. Das Ergebnis ist eine spannende Mischung aus vertrauten Standorten, überraschenden Umzügen und echten Neuheiten. Wir haben den Plan für Sie ausgewertet und zeigen, wo Sie die Highlights der Wiesn 2026 finden.

Der hintere Festbereich wird zur neuen Skyline der Wiesn

Die auffälligste Veränderung betrifft die die Silhouette des Oktoberfests: Alles, was hoch hinaus geht, tummelt sich in diesem Jahr im hinteren Bereich des Festgeländes. Neben dem Olympia Looping und dem Riesenrad von Willenborg sind dort auch alle drei großen Türme versammelt – jeder von ihnen mit einer großartigen Aussicht über die Stadt.

An der Stelle, an der ursprünglich die Zugspitzbahn stehen sollte, kommt nun der Skyfall der Münchner Schaustellerfamilie Goetzke zu stehen: Der höchste transportable Freifallturm der Welt findet seinen Platz an der Ecke Matthias-Pschorr-Straße und Straße E. Hangover The Tower, der Hochfreifallturm von Schneider, steht an der Ecke Matthias-Pschorr-Straße und Straße C,  der Verlängerung der Wirtsbudenstraße.

Und auch der dritte große Turm, der Bayern Tower, hat seinen Standort im hinteren Bereich gefunden: mittig in der Straße 5, hinter dem Weinzelt. So entsteht am Ende der Festwiese eine beeindruckende neue Skyline.

Sky Lift: Neuer Standort mit Panoramablick zwischen den Festzelten

Die Neuheit des vergangenen Jahres, der Sky Lift von Kollmann, stand 2025 noch in der Seitenstraße gegenüber dem Familienplatzl. In diesem Jahr hat der 71 Meter hohe Aussichtsturm einen besonders reizvollen Platz bekommen: genau in der Mitte zwischen dem neuen Bodo’s Cafézelt und der Hühnerbraterei Ammer, in der Straße zwischen der Augustiner-Festhalle und der Ochsenbraterei. Damit steht der Sky Lift exakt zwischen Wirtsbudenstraße und Schaustellerstraße – und ermöglicht aus den Kabinen einen völlig neuen Blick über das gesamte Oktoberfest: links die Fahrgeschäfte, rechts die Festzelte. Eine Perspektive auf die Wiesn, die es so noch nicht gegeben hat.

Die Neuheiten 2026: Vom Fischerdorf bis zum weiterentwickelten Break Dance

Mit The Fisherman’s Place präsentiert die Schaustellerfamilie Franz Kollmann in diesem Jahr eine der auffälligsten Neuheiten auf der Wiesn. Das aufwendig gestaltete Laufgeschäft entführt die Besucher in ein maritimes Fischerdorf mit zahlreichen Spezialeffekten, Wasserattraktionen, Wackelbrücken, Laufbändern und detailreichen Figuren. Seine Premiere feiert das neue Geschäft zunächst auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest, bevor es als Wiesn-Neuheit 2026 auf dem Oktoberfest erwartet wird – und zwar in der Straße 3 Ost, schräg gegenüber dem Familienplatzl.

Ebenfalls neu dabei ist Shake & Roll der Firma Schäfer, ein weiterentwickelter Break Dance – jener Klassiker und Publikumsliebling der deutschen Festplätze – und, was ganz selten ist, vom ersten Tag an im Besitz und Betrieb der Schaustellerfamilie. Shake & Roll steht gegenüber dem XXL Racer und dem Toboggan in der Matthias-Pschorr-Straße.

Dazu gesellen sich bekannte Gesichter an neuen Plätzen: Dort, wo im vergangenen Jahr noch der Sky Lift stand, kehrt der Chaos Pendel auf die Wiesn zurück – das Fahrgeschäft war bereits vor einigen Jahren auf dem Oktoberfest zu Gast und kommt nun mit neuem Besitzer: der Familie Otten, die früher zusammen mit der Familie Renoldi den Höllenblitz betrieb.

Der Happy Sailor, die Neuheit des Jahres 2025, steht diesmal an der Ecke von Straße 5 und Straße E, schräg gegenüber dem Olympia Looping. Crazy Island von Schneider, ein Vergnügungsgeschäft, kommt in die Straße 3. Und Schneiders Heidi The Coaster steht in diesem Jahr gleich vorne an der Ecke von Schaustellerstraße und Straße 1.

Straße 5 und Straße E: Hier wird es spannend

Überhaupt lohnt sich in diesem Jahr der Weg in den hinteren Festbereich. In der Straße E, auf dem Weg zum Olympia Looping gut sichtbar, steht der große Kettenflieger von Kunz, direkt daneben die Münchner Rutschn – auch hier geht es ordentlich in die Höhe. Die XXL-Schaukel von Goetzke findet sich in der Straße 5, ebenso wie das Virtual-Reality-Erlebnis Dr. Archibald. Zusammen mit dem Bayern Tower und dem Happy Sailor wird die Straße 5 damit zu einer der spannendsten Adressen der Wiesn 2026. Mit der Krinoline gegenüber von Willenborgs Oktoberfest-Riesenrad findet die Straße 5 ihren Abschluß.

Der Kickdown von Landwehrmann steht in der Straße 4 an der Ecke zur Schaustellerstraße, und auch der Flip Fly von Claus hat in der Straße 4 seinen Platz gefunden. In der Straße C wiederum finden Sie Laser Pix, den Alpenrausch von Kollmann sowie den Breakdance von Kaiser-Grünberg an der Ecke zur Matthias-Pschorr-Straße. Der Predator von Kaiser steht an der Ecke Matthias-Pschorr-Straße und Straße E.

Die Schaustellerstraße bleibt das Herz der Fahrgeschäfte

Viele Klassiker bleiben ihren angestammten Plätzen treu. Das Riesenrad von Willenborg steht dort, wo es immer steht, und auch der Klassiker Teufelsrad ist wie gewohnt mit dabei. In der Schaustellerstraße reihen sich die Wilde MausJim & Jaspers Wild Wasser von Blume, die Pirateninsel, das Dschungelcamp, der Top Spin No. 1 von Bausch, der Parcours von Aigner, die Alpina Bahn von Oscar Bruch, das Geisterschloss von Kunz, der Voodoo Jumper von Schäfer, der Breakdancer, die XXL-Megaschaukel Konga von Küchenmeister, der Musik Express von Zehle, der Glasirrgarten von Rasch und der Wellenflug von Stranninger aneinander – eine Flaniermeile der Wiesn-Tradition.

Rund um den Tegernsee steht ebenfalls an der Schaustellerstraße. Und der bewährte Toboggan der Familie Konrad hat seinen gewohnten Platz gleich am Eingang der Matthias-Pschorr-Straße neben der Bratwurst behalten.

Autoscooter: Vier Standorte über die Wiesn verteilt

Wer gerne Autoscooter fährt, hat in diesem Jahr die Wahl zwischen gleich vier Standorten: Der Bayern Crash von Geier steht an der Ecke Matthias-Pschorr-Straße und Schaustellerstraße, der Distel Scooter an der Schaustellerstraße Ecke Straße 2, der Autoscooter von Steinhard ebenfalls in der Schaustellerstraße, und die Scooterzone von Sabine Kollmann findet sich an der Ecke Wirtsbudenstraße und Straße 1, praktisch eine Ecke vor der Ochsenbraterei.

Neuigkeiten bei den Festzelten: Bartls Flößerstadl und ein neues Bodo’s

Auch bei den Festzelten zeigt der Lageplan bereits die wichtigste Neuerung des Jahres: Anstelle der Münchner Stubn ist das neue Zelt Bartls Flößerstadl eingezeichnet. Betreiber ist der Münchner Gastronom Klaus Bartl, der auch den Campingplatz München-Thalkirchen und die Almwirtschaft in Haar führt. Das Zelt widmet sich thematisch der Isar-Flößerei, die als bayerisches Kulturgut die Geschichte Münchens und der Region geprägt hat.

Eine weitere Zeltneuheit betrifft einen echten Wiesn-Dauerbrenner: Nach 35 Jahren wechselt das Bodo’s Cafézelt von der bisherigen Konstruktion auf ein komplett neues Gebäude, das mit massiven Holzbalken errichtet wurde. Auch die Ausrichtung ändert sich: Das neue Bodo’s steht nun quer statt stirnseitig in der Straße 2.

Und noch ein Wechsel zeichnet sich ab, der über die Festwiese hinausreicht: Der bisherige Wirt der Schützenlisl auf der Oidn Wiesn, Lorenz Stiftl, ist heuer erstmals Wirt des großen Paulanerzelts, während die Schützenlisl einen neuen Betreiber gefunden hat. Der Oidn Wiesn widmen wir uns in Kürze noch einmal ausführlich mit einem eigenen Blick auf den Lageplan.

Fazit: Eine Wiesn mit neuer Geografie

Das Oktoberfest 2026, das vom 19. September bis 4. Oktober auf der Theresienwiese stattfindet, präsentiert sich mit einer spürbar veränderten Geografie: Olympia Looping, Riesenrad und die drei großen Türme formen im hinteren Festbereich eine neue Skyline, der Sky Lift eröffnet zwischen den Festzelten eine völlig neue Perspektive, und gleich mehrere Neuheiten verteilen sich über das gesamte Gelände. Es lohnt sich in diesem Jahr also besonders, die Wiesn einmal komplett abzulaufen – vom Eingang an der Matthias-Pschorr-Straße bis hinter das Weinzelt.