Münchens Christbaum steht – am 20. November gehen mehr als 3.000 Lichter an

22 Meter hoch, mehr als 3.000 Lichter: Münchens Christbaum kommt aus Sauerlach

Die Münchner Berufsfeuerwehr hat am Dienstag eine 22 Meter hohe Weißtanne vor dem Neuen Rathaus aufgestellt. Zur Eröffnung des Christkindlmarkts am 20. November um 17 Uhr gehen an dem Baum erstmals mehr als 3.000 Lichter an.

Bis vor Kurzem stand der Münchner Christbaum noch in einer Wohnsiedlung im Lanzenhaarer Weg in Sauerlach. Dort musste die rund 50 Jahre alte Weißtanne nach Angaben der Stadt München einer dichteren Neubebauung weichen. Jetzt wird der Baum aus der rund 8.700 Einwohner zählenden Gemeinde im Landkreis München zum Wahrzeichen des Christkindlmarkts. Sein Stamm misst einen Meter über dem Boden 70 Zentimeter im Umfang, insgesamt bringt die Tanne rund vier Tonnen auf die Waage.

Der Bürgermeister griff selbst zur Motorsäge

Gefällt hat den Baum am Montag Sauerlachs Erster Bürgermeister Michael Hohenleitner persönlich. In Schnittschutzkleidung und mit der Motorsäge legte der Rathauschef selbst Hand an und bereitete die Tanne für den Abtransport vor. Bei der Ankunft am Marienplatz zeigte er sich sichtlich stolz darauf, dass seine Gemeinde in diesem Jahr den Christbaum für die Landeshauptstadt stellt.

Der Schwertransport setzte sich am Dienstag um 4.37 Uhr in Sauerlach in Bewegung. Mit Polizeibegleitung erreichte der Tieflader nach ruhiger Fahrt planmäßig um 5.24 Uhr die Münchner Innenstadt. Unmittelbar danach traf auch der schwere Kran der Berufsfeuerwehr vor dem Neuen Rathaus ein.

Um 6 Uhr begann die Feuerwehr mit der Aufstellung. Ein Team hob die Tanne mit dem Kran vom Tieflader, richtete sie auf, senkte den Stamm in ein zwei Meter tiefes Bodenloch vor dem Rathaus und verkeilte ihn dort. In den kommenden Tagen bringen Mitarbeitende der Abteilung Straßenbeleuchtung des städtischen Baureferats energiesparende LED-Lichterketten an.

Glockengeläut und Standkonzert zur Eröffnung

Am Freitag, 20. November, um 17 Uhr eröffnet der Münchner Christkindlmarkt. Oberbürgermeister Dominik Krause und Sauerlachs 1. Bürgermeister Michael Hohenleitner lassen den Baum gemeinsam mit der Sauerlacher Delegation erstmals erstrahlen. Dazu läuten die Glocken des Alten Peters. Unter der Tanne spielt die Argeter Musi aus Sauerlach ein kurzes Standkonzert.

Bis zum 23. Dezember betreiben Sauerlacher Ortsvereine einen Glühweinstand im Innenhof des Neuen Rathauses. Dort legen sie auch touristisches Informationsmaterial über ihre Gemeinde aus.

Münchens Referent für Arbeit und Wirtschaft, Dr. Christian Scharpf, sagte zur Aufstellung:

„Mit der Aufstellung des Christbaums am Marienplatz beginnt für viele Menschen in München die schönste Zeit des Jahres. Vor der Kulisse unseres Rathauses wird die Tanne aus Sauerlach zum Treffpunkt mitten in der Stadt, ein Ort, an dem sich Vorfreude, Tradition und Gemeinschaft verbinden. Wenn am 20. November der Christkindlmarkt eröffnet und der Baum in vollem Glanz erstrahlt, wird der Marienplatz zum festlichen Herzen Münchens. Ich freue mich schon sehr darauf.“

Der Christbaum leuchtet bis zum Dreikönigstag

Nach der Eröffnung schaltet die Stadt die Beleuchtung täglich bei Einbruch der Dämmerung gegen 16 Uhr ein. Die Lichter brennen bis 7.30 Uhr am nächsten Morgen. Mit den begrenzten Leuchtzeiten spart die Stadt zusätzlich zur LED-Technik Strom. Die Tanne bleibt bis zum 6. Januar 2027 beleuchtet. Am 11. Januar wird sie abgebaut.

Aus dem Christbaum könnten Parkbänke werden

Für die Zeit nach den Feiertagen gibt es bereits Pläne, das Holz sinnvoll weiterzuverwenden. Michael Hohenleitner, von Beruf gelernter Schreiner, kann sich ein „drittes Leben“ für den Baum gut vorstellen: Der Stamm könnte zu Bohlen und Brettern verarbeitet werden, aus denen dann Parkbänke für den öffentlichen Raum entstehen.

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