Bei einer Ausfahrt von Aston Martin München bot sich die Gelegenheit, das aktuelle Modellprogramm der britischen Sportwagenmanufaktur auf einer anspruchsvollen Fahrtroute durch das bayerische Voralpenland detailliert kennenzulernen. Die Veranstaltung richtete sich darauf aus, die Fahrzeuge sowohl hinsichtlich ihrer Langstreckentauglichkeit als auch in Bezug auf ihre Querdynamik und Kurvenpräzision im realen Straßenverkehr zu erproben.
Start am Golfclub Wörthsee
Der Startschuss fiel am Vormittag am Golfclub Wörthsee. Von dort führte die ausgewählte Strecke entlang der südlichen Uferregionen des Ammersees über geschwungene Land- und Panoramastraßen in Richtung Polling, wo die Alte Ziegelei Polling als Zwischenziel mit Kaffeepause angesteuert wurde.
Das abwechslungsreiche Geländeprofil mit engen Kehren, weiten Kurvenradien und offenen Geraden bot ideale Bedingungen, um das Ansprechverhalten der Triebwerke, die Fahrwerksabstimmungen sowie die Bremsanlagen der verschiedenen Baureihen intensiv zu testen.

Ausfahrt Aston Martin Müchen ins Oberland mit den neun S-Modellen (©Foto. Martin Schmitz)
Acht Hochleistungsfahrzeuge im Konvoi
Das für die Ausfahrt zusammengestellte Kontingent umfasste insgesamt acht Hochleistungsfahrzeuge aus dem gesamten aktuellen Modellprogramm der Marke. Für die Freunde des offenen Fahrens stand der Aston Martin DB12 Volante bereit, der aus seinem 4,0-Liter-V8-Biturbomotor 680 PS mobilisiert. Der Motor, der ursprünglich aus der Kooperation mit Mercedes-AMG stammt, liefert dabei ein maximales Drehmoment von 800 Newtonmetern und beschleunigt den offenen Super Tourer in 3,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 325 km/h an, womit der Volante trotz Stoffverdeck und höherem Gewicht kaum hinter dem geschlossenen Coupé zurückbleibt.
Dasselbe Leistungsniveau boten die neuen Vantage-Modelle, die sowohl als geschlossenes Coupé als auch als offener Roadster an den Start gingen und mit 680 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 800 Nm antraten. Der handgefertigte Vierliter-V8 stammt aus derselben Motorenfamilie wie jener des DB12, wurde für den kompakteren und deutlich fahrerorientierteren Vantage jedoch auf noch schärfere Ansprechzeiten hin abgestimmt. Mit einem elektronischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse und adaptiven Bilstein-DTX-Dämpfern beschleunigt der Vantage je nach Ausführung in rund 3,3 bis 3,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h.

Ausfahrt Aston Martin Müchen ins Oberland mit den neun S-Modellen (©Foto. Martin Schmitz)
Im Segment der Supersportwagen markierten mehrere Exemplare des neuen Aston Martin Vanquish den technischen Höhepunkt des Tages. Angetrieben von einem 5,2-Liter-V12-Biturbo entfaltet das Flaggschiff eine Leistung von 835 PS und ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmetern, womit es der leistungsstärkste Serien-Aston-Martin der Firmengeschichte ist. Der komplett überarbeitete Zwölfzylinder mit verstärktem Zylinderblock, neuen Nockenwellen und größeren Turboladern verzichtet bewusst auf jede Form der Elektrifizierung und beschleunigt den GT-Wagen in 3,3 Sekunden auf 100 km/h, ehe bei 345 km/h Schluss ist.
Abgerundet wurde das Testfeld durch das Luxus-SUV DBX S, das mit einem 727 PS starken V8-Biturbo vorfuhr und unter anderem in den Lackierungen Schwarz und Plasma Blue im Konvoi vertreten war. Als aktuelles Topmodell der DBX-Baureihe setzt der DBX S auf größere, aus dem Supersportwagen Valhalla abgeleitete Turbolader und bringt es damit auf 900 Newtonmeter Drehmoment. Trotz seines SUV-Formats sprintet er in 3,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h, was ihn weiterhin zu einem der leistungsstärksten Serien-SUVs am Markt macht.

Ausfahrt Aston Martin Müchen ins Oberland mit den neun S-Modellen (©Foto. Martin Schmitz)
Wetterumschwung auf dem Weg nach Süden
Hatten die Teilnehmer am frühen Morgen noch mit anhaltenden Regenfällen und nassen Fahrbahnen zu kämpfen, wandelten sich die Bedingungen mit jedem gefahrenen Kilometer in Richtung Süden. Am Zwischenstopp in Polling sowie bei der abschließenden Rückkehr zum Clubhaus des Golfclubs Wörthsee herrschte trockenes Wetter mit sonnigen Abschnitten, was den Abschluss der Testfahrten abrundete.

