Belladonna Wiesn 2026: Aschberger & Reichert über Trachten-Trends

Das Oktoberfest wird zunehmend von starken Frauen geprägt. Zwei Paradebeispiele dafür sind die Münchner Netzwerkerin Michaela Aschberger, Kopf des Frauenbündnisses Belladonna, und Franziska Reichert (bis zur Hochzeit vor kurzem Kohlpaintner), die Wirtin der Bräurosl.

Die beiden verbindet eine enge persönliche Freundschaft und eine gemeinsame Vision: Frauen über Branchengrenzen hinweg erfolgreich zusammenzubringen. Getreu dem Leitgedanken „Gemeinsam erreichen wir mehr“ laden die beiden auch in dieser Saison wieder zu ihrem hochkarätigen Wiesnlunch auf der Theresienwiese ein.

Am ersten Wiesndonnerstag, dem 24. September 2026, öffnet die Bräurosl ab 12 Uhr mittags ihre Türen für die Belladonna Wiesn. Dieser Termin ist längst ein Fixpunkt im Kalender von erfolgreichen Business-Frauen und Prominenten geworden.

Belladonna-Gründerin Michaela Aschberger und Wiesnwirtin Franziska Reichert (©Foto: Tanja Valerien)
Belladonna-Gründerin Michaela Aschberger und Wiesnwirtin Franziska Reichert (©Foto: Tanja Valerien)

Erwartet werden rund 100 geladene Gäste, darunter neben den Unternehmerinnen aus dem Belladonna-Kreis auch bekannte Gesichter wie Belladonna-Schirmherrin und Politikerin Kerstin Schreyer, Moderatorin Alexandra Polzin, Schauspielerin Julia Kent, Fitness-Unternehmerin Barbara Klein, Dirndl-Designerin Lola Paltinger und Hotelier Heiko Grote. Auch Männer sind bei diesem Event willkommen.

Ein traditionelles Outfit ist bei der Belladonna Wiesn Pflicht. Einen ersten Vorgeschmack lieferten die beiden Gastgeberinnen bereits bei einem exklusiven Shooting mit der Fotografin Tanja Valérien. Dort zeigten sie edle Haute-Couture-Kreationen des Designer-Gespanns Talbot Runhof. Abgestimmt, aber individuell, setzten beide auf die absolute Trendfarbe der Saison: Blau.

Im Gespräch verraten Michaela Aschberger und Franziska Reichert, warum diese Farbe heuer die Festwiesen erobert, wie sich das frisch verheiratete Wiesnwirtin-Dasein anfühlt und was Frauennetzwerke im Berufsleben so wertvoll macht.

Ein sehr stilvoller Auftritt fürs Oktoberfest

Kompliment, das ist ein sehr stilvoller Auftritt für das Oktoberfest. Wie kam es dazu?

Michaela Aschberger: Unifarbene Looks liegen auch in dieser Saison wieder im Trend, und diesen Stil greifen wir selbstbewusst auf. Ein durchgängiges Farbkonzept strahlt einfach pure Stärke aus. Das Belladonna-Netzwerk verkörpert Sichtbarkeit, Zusammenhalt und weibliche Führungskompetenz. Die Entwürfe spiegeln das perfekt wider, denn diese Dirndl feiern eine moderne, selbstbewusste Weiblichkeit. Sie verbinden Eleganz mit aktuellen Trends und bewahren gleichzeitig die Tradition. Genau deshalb passen sie so hervorragend zu uns beiden und zur Philosophie von Belladonna.

Heuer sieht man auf den Festwiesen eine ganz klare Tendenz bei den Farben. Wie erleben Sie den heurigen Trachtentrend?

Michaela Aschberger: Ganz genau. Während in den vergangenen Jahren oft andere Töne dominierten, sind Dirndl in diesem Jahr ganz eindeutig in Blau gehalten. Von zarten Pastelltönen bis hin zu tiefem, königlichem Dunkelblau, so wie bei unseren Modellen von Talbot Runhof, ist diese Farbe heuer unser absoluter Spitzenreiter.

Zum ersten Mal als Ehefrau auf der Wiesn

Franziska, Hand aufs Herz: Sie sind frisch verheiratet. Wie fühlt es sich an, die Wiesn nun zum ersten Mal offiziell als Ehefrau und Wiesnwirtin zu erleben?

Franziska Reichert: Die Vorfreude auf die Wiesn und die Leidenschaft für meine Arbeit und unser Festzelt sind genauso groß wie die Jahre zuvor. Aber es fühlt sich zwischen Peter und mir jetzt nochmal ein bisschen verbundener an. Verheiratet in die diesjährige Wiesn zu gehen, ist somit auf jeden Fall ein schönes Gefühl, und zugleich bin ich mir der noch größeren Verantwortung bewusst.

Was die Belladonna Wiesn so einzigartig macht

Was macht die Belladonna Wiesn so einzigartig?

Michaela Aschberger: Die Geburtsstunde der Belladonna Wiesn war im Jahr 2018. Seit 2022 schlagen wir unsere Zelte nun in der Bräurosl auf. Die Historie dieses Zeltes passt einfach perfekt zu unserem Netzwerk. Die Wirtstochter Rosi Pschorr war damals eine außergewöhnlich schöne und starke Frau, quasi die Ur-Belladonna (lacht).

Bei unserem Treffen geht es immer sehr harmonisch und herzlich zu, Konkurrenzdenken oder Zickereien gibt es bei uns nicht. Uns ist wichtig, dass Frauen eine Bühne bekommen und wertvolle Kontakte knüpfen können. Besonders schön finde ich, dass sich viele unserer Mitglieder aktiv in das Event einbringen, sei es durch liebevolle Details bei der Tischdekoration oder durch Präsente für die Goodie-Bags. Und wie jedes Jahr gibt es wieder ein besonders exklusives Überraschungsgeschenk für jeden Gast.

Franziska Reichert: Da ich aktiv an der Planung beteiligt bin, steckt in der Veranstaltung mein ganzes Herzblut. Ich kann es kaum erwarten, die vertrauten Gesichter der Belladonnas wiederzusehen. Das ist einer der wenigen Termine, an dem wirklich fast alle Mitglieder zusammenkommen, und gleichzeitig lernt man immer wieder neue, spannende Frauen kennen. Das macht den Reiz aus. Natürlich freut es mich besonders, dass wir in meinem eigenen Zelt feiern, denn während der laufenden Wiesn schaffe ich es zeitlich kaum, die Bräurosl mal zu verlassen.

Wie aus Zufall eine erfolgreiche Partnerschaft wurde

Wie kamen Sie beide zusammen? Und was macht Sie als Duo so erfolgreich?

Michaela Aschberger: Das war im Grunde ein lustiger Zufall im Februar 2022 bei der Wahl zur „Miss Weißwurst“ im Traditionshaus Donisl. Bei uns hat die Chemie vom ersten Moment an absolut gestimmt. Wir sind beide echte Macherinnen, teilen die Leidenschaft für hochkarätige Veranstaltungen und haben ein großes Faible für anspruchsvolle Mode. Ich schätze an Franzi ganz besonders, wie professionell sie Großprojekte stemmt, während sie gleichzeitig bodenständig, herzlich und nahbar bleibt. Außerdem überrascht sie uns bei jedem Event mit einer neuen, tollen Idee.

Franziska Reichert: Wir haben uns tatsächlich sofort blind verstanden. Ich habe riesigen Respekt vor Michaelas Arbeit. Es ist beeindruckend, was für ein mächtiges Netzwerk sie aufgebaut hat und welche erstklassigen Events sie organisiert. Warum wir so harmonieren? Weil wir im Kern die gleichen Werte teilen. Verbindlichkeit steht bei uns an oberster Stelle. Wenn wir eine Vereinbarung treffen, dann gilt das wie ein gegebenes Wort, eine Qualität, die man heute leider nicht mehr überall findet. Bei uns passt es menschlich und geschäftlich einfach perfekt zusammen.

Michaela Aschberger: Das hat man auch bei dem fantastischen Shooting für Talbot Runhof gespürt. Wir brauchten kaum Worte, um uns abzustimmen.

Franziska Reichert: Wir waren sofort im perfekten Rhythmus. An diesen Dirndln fasziniert mich vor allem die kompromisslose Eleganz. Das sorgt für einen enormen Wiedererkennungswert und ist genau das richtige Outfit für ein so exklusives Event.

Warum Frauennetzwerke heute so wichtig sind

Aus welchem Grund sind Frauennetzwerke in der heutigen Zeit so unverzichtbar?

Franziska Reichert: Sie sind deshalb so wertvoll, weil Frauen im Berufsleben und Alltag vor exakt den gleichen Herausforderungen stehen. Egal, ob es darum geht, Familie, Haushalt und die eigene Selbstständigkeit oder Karriere zu vereinbaren, die Baustellen sind dieselben. Hinzu kommt, dass Frauen im geschäftlichen Umfeld oft erst einmal unterschätzt werden. Da tut der direkte, ehrliche Austausch untereinander einfach gut.

Gemeinsam hat man eine andere Hebelwirkung. Wenn man sich gegenseitig den Rücken stärkt, entsteht daraus etwas Großes. Eine kleine Besonderheit gibt es bei diesem Wiesn-Event: Ausnahmsweise sind auch Männer als Gäste willkommen. Das findet man in reinen Frauennetzwerken sonst fast nie.

Interview: Andrea Vodermayr

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