Am Mittwoch, den 05. August 2026, dem 38. Tag der Aufbauarbeiten, die am 29.06.2026 starteten, zeigt die Theresienwiese immer mehr fertige Konturen. Bei einem erneuten Rundgang ganz am frühen Morgen der Temperaturen wegen, wird deutlich, wie viele Baustellen inzwischen in die finale Phase gehen.
Fortschritte bei Haxnbraterei, Zum goldenen Hahn, Poschner und Café Theres
Die Haxnbraterei von Dieter Hochreiter, dem Vater des amtierenden Münchner Kindls Sina Hochreiter, nimmt sichtbar Gestalt an. Rechts vom Hackerbräu-Festzelt entsteht der Stand von Josef Able Zum goldenen Hahn. Links davon baut bereits die Hühnerbraterei Poschner, die in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiert: 2026 wird die Hühnerbraterei Poschner hundert Jahre alt auf dem Münchner Oktoberfest. Auch beim Cafe Theres in der Straße 3, hinter der Bräusrosl gelegen, hat der Aufbau inzwischen begonnen.
Erster Blick auf den Flößerstadl
Besonders spannend ist an diesem Tag der erste Eindruck vom neuen Zelt, das die Münchner Stubn ersetzt. Der Flößerstadl von Klaus Bartl hat mittlerweile ein Gebäude stehen, dessen Proportionen etwas ungewöhnlich wirken. Die Grundfläche von Bartls Flößerstadl entspricht einem mittleren Wiesnzelt, die gewohnte Höhe der Wiesnzelte fehlt jedoch. Stattdessen steht dort ein eingeschossiger Bau im urigen Stil, wie man ihn von größeren Veranstaltungen kennt, bei denen einige hundert Gäste Platz finden. Im vorderen Bereich zur Straße hin wird noch ein Anbau folgen, der deutlich höher ausfällt, damit das Zelt von der Straße aus auch entsprechend wahrgenommen wird. Dort sollen der Straßenverkauf, die Küche und vermutlich auch die Verwaltungsräume untergebracht werden.

ganz neu ist Bartls Flößerstadl – Oktoberfest Aufbau Tag 38 – Mittwoch 05.06.2026 (©Foto: Martin Schmitz)
Neue Details bei Paulaner und Löwenbräu
Am Paulanerturm ist der untere Bereich inzwischen komplett weiß gehalten. Passend dazu sind an diesem Tag auch die ersten Bierflaschen mit dem geänderten Wiesnbier-Etikett aufgetaucht. Statt der bisherigen Kellnerparade zeigt das neue Logo nun den Turm selbst, ebenfalls mit weiß gehaltenem unteren Bereich. Ob sich daran bis zum Wiesnstart noch etwas ändert, bleibt abzuwarten, der aktuelle Stand zeigt jedoch bereits eine klare Richtung.
Beim Löwenbräu-Festzelt ist der Löwe über dem Haupteingang frisch aufgeputzt worden und trägt einen völlig neuen Schweif, der ausgefranste alte wurde durch neue Haare ersetzt. Es handelt sich um jenen Löwen, der im Minutentakt sein charakteristisches „Löööwenbräu“ ruft. Sowohl er als auch der sich drehende Turmlöwe wurden bereits im Sommer 2016 durch eine neue Figur ersetzt, ursprünglich zeitgleich und im gleichen Modell. Der historische Vorgänger der beiden Löwen findet sich heute im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Der neue Schweif bedeutet für den Löwen am Haupteingang also gewissermaßen eine neue Frisur zum zehnten Geburtstag. Der Turmlöwe wirkt inzwischen optisch etwas anders, deutlich kunststoffiger in der Anmutung, weshalb an seinem Schweif nichts erneuert werden musste, Kunststoff franst schließlich nicht aus.

Oktoberfest Aufbau Tag 38 – Mittwoch 05.06.2026 – Löwe mit neuem Schweif beim Löwenbräu Zelt (©Foto: Martin Schmitz)
Aktivität auf der Oidn Wiesn
Auch im hinteren Bereich der Theresienwiese, auf der Oidn Wiesn, geht der Aufbau voran. Die Querung der Theresienwiese zu Fuß oder mit dem Fahrrad über die Straße 5, hinter dem Käfer- und dem Weinzelt gelegen, ist ab nun noch bis zum 25. August mit Einschränkungen möglich. Montags bis freitags ist dieser Weg von 10 bis 15 Uhr gesperrt, außerhalb dieser Zeiten sowie am Wochenende bleibt er durchgehend offen. Ab dem 26. August wird das Gelände dann komplett gesperrt. Dort liegen die Balken für das Festzelt Tradition schon bereit, und beim Boandlkramer von Schöninger steht die Zeltkonstruktion in Form der Rahmen schon. Mit dem bereits angelieferten Container der Knödelei deutet sich an, dass in Kürze auch der Aufbau der mittleren Zelte in diesem Bereich des Baufeldes beginnt.

Boandlkramerei – Oktoberfest Aufbau Tag 38 – Mittwoch 05.06.2026 (©Foto: Martin Schmitz)
Blick Richtung Esperantoplatz
Außerhalb des aktuellen Bauzauns, in Richtung Esperantoplatz, sind die Wildstuben von Renoldi schon ziemlich weit fortgeschritten. Gegenüber liegen die Materialien für die Zur Bratwurst von Hochreiter bereit. Etwas weiter, in der Straße 4, hat Peter Lingnau mit seiner Fischbraterei Fisch Bäda bereits Material und Schild abgelegt. Er selbst ist ab dem Wochenende zunächst beim Gäubodenvolksfest in Straubing unterwegs.
Bodos Cafézelt von Otto Lindinger weiter im Zeitplan
Fortschritte zeigen sich auch bei der Baustelle von Bodos Cafézelt, das Otto Lindinger in diesem Jahr mit einem komplett neuen Holzbalken-Gebäude in der Straße 2 aufbaut. Dort werden zunehmend Zwischenwände und Zwischendecken eingezogen, sodass der Bau von außen bald abgeschlossen wirken dürfte.

