Am Sonntag, den 5. Juli 2026, verwandelt sich der Münchner Königsplatz von 10:00 bis 18:00 Uhr wieder in eine Open-Air-Sportarena. Die 15. Auflage des Münchner Sportfestivals, organisiert vom Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, bietet der Bevölkerung die Gelegenheit, rund 80 Sportangebote kostenfrei, ohne Anmeldung und ohne eigene Ausrüstung auszuprobieren. Im vergangenen Jahr nutzten rund 40.000 Besucher das Event, um neue Sportarten kennenzulernen. Das Festival richtet sich ausdrücklich an alle Altersgruppen und Fitnesslevel, wobei der Fokus auf dem gemeinsamen Erleben und dem Abbau von Barrieren liegt.
Das Spektrum der Mitmachangebote reicht von klassischen Vereinssportarten über inklusive Angebote bis hin zu Trend- und Erlebnissportarten. Das Programm auf dem Platz wird durch Großgeräte wie einen Hochseilgarten, Trampoline, Kletterwände sowie Angebote im Pickleball, Fußball und mittelalterlichen Schwertkampf gestaltet. Flankiert wird der Aktionstag von einem Bühnenprogramm und verschiedenen sportlichen Wettbewerben.
Zu den Höhepunkten zählen der Ninja-Wettkampf „Minga Warrior“, der Trickline Worldcup auf der Slackline, die Street Floorball Tour, der Münchner Streetsoccer-Cup sowie ein Breakdance Battle.
Sportreferent Florian Kraus betont, dass es beim Festival nicht um Leistung, sondern um den unkomplizierten Zugang geht, durch den viele Menschen Sportarten entdecken, mit denen sie sonst nicht in Berührung gekommen wären.

Einblick in die Vereinsszene: Disc Golf als wachsender Trend
Über 50 Münchner Vereine und Initiativen nutzen das Festival, um ihre Arbeit vorzustellen und neue Mitglieder zu gewinnen. Ein Beispiel für die Bandbreite der präsentierten Sportarten ist der Disc Golf München e. V. Die Sportart funktioniert ähnlich wie klassisches Golf, allerdings werfen die Akteure spezielle Plastikscheiben mit möglichst wenigen Versuchen in installierte Metallkörbe.
Der Verein, der mittlerweile über 100 Mitglieder zählt und unter anderem am Fröttmaninger Berg trainiert, verzeichnet seit einigen Jahren ein stetiges Wachstum. Laut dem zweiten Vorsitzenden Boris Eickhoff bietet die Sportart eine flache Lernkurve und erfordert kaum Einstiegshürden, da lediglich Turnschuhe und eine preiswerte Scheibe benötigt werden. Die Community zeichne sich durch Generationenübergreifendheit und eine lockere Atmosphäre aus, was den Sport zu einem passenden Beispiel für das Konzept des Festivals macht.

Prominente Unterstützung für die Münchner Sportlandschaft
Fünf erfolgreiche Athletinnen begleiten das diesjährige Jubiläum als offizielle Botschafterinnen und werben für den gesellschaftlichen Wert des Sports sowie für eine mögliche Rückkehr von Olympischen und Paralympischen Spielen nach Deutschland.
- Verena Bentele, zwölffache Paralympics-Siegerin im Biathlon und Langlauf, sieht im Sportfestival eine wichtige Plattform, um Selbstvertrauen und Begeisterung abseits von Leistungsdruck zu wecken. Sie verweist auf Erfolgsgeschichten wie die von Anja Rolfes, die vor zehn Jahren auf dem Festival die Sportart Crossminton entdeckte und später Weltmeisterin im Doppel wurde.
- Christina Hering, zweifache Olympiateilnehmerin über 800 Meter und Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München, betont die verbindende Kraft des Sports für Kinder und Jugendliche. Ihr Verein wird ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten sein, um die Vielfalt der Leichtathletik zu demonstrieren.
- Natalie Geisenberger, sechsfache Olympiasiegerin im Rennrodeln, hebt den Stellenwert von Bewegung für Familien hervor. Für sie steht der spielerische und druckfreie Ansatz im Vordergrund, der Kindern wichtige Werte wie Teamgeist und Durchhaltevermögen vermittelt.
- Dajana Eitberger, Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln, engagiert sich nach dem Ende ihrer aktiven Karriere für den Abbau von Hürden im Kindersport. Sie verweist auf aktuelle Engpässe bei Schwimmkursen und plant, künftig selbst als Schwimmlehrerin aktiv zu werden, um jungen Menschen frühzeitig Sicherheit im Wasser zu vermitteln.
- Magdalena Matschina, ebenfalls Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln, erinnert sich an ihre eigenen sportlichen Anfänge und unterstreicht, dass die Leidenschaft für den Leistungssport immer in einfachen, niedrigschwelligen Momenten der Gemeinschaft und des Ausprobierens gründet.
Weiterführende Informationen zum Programm und den beteiligten Vereinen sind auf der offiziellen Website unter sportfestival.de sowie auf dem Instagram-Kanal @muenchner_sportfestivals abrufbar.

Keyvisual © Christian Belm

