Der Verleih LEONINE Studios bringt am 10. September 2026 das Historien-Epos „The Uprising – Für die Freiheit“ in die deutschen Kinos. Unter der Regie des Oscar-nominierten Regisseurs Paul Greengrass verarbeitet die Produktion ein zentrales Kapitel der europäischen Geschichte: den englischen Bauernaufstand von 1381. Eine wesentliche Besonderheit des internationalen Großprojekts liegt jedoch abseits der Handlung im Herstellungsort, denn das historische Drama wurde vollständig im Freistaat Bayern realisiert.

Die Penzing Studios als modernes Zentrum der Produktion

Eine zentrale Rolle bei den Dreharbeiten spielten die Penzing Studios auf dem Areal des ehemaligen Bundeswehr-Fliegerhorsts nahe Landsberg am Lech, dieser war bis 2017  zuvor noch vielen bekannt als  die Heimat des Lufttransportgeschwaders 61 (LTG 61). Für das Filmprojekt, das während der Herstellungsphase unter dem Arbeitstitel „The Rage“ lief, bot das weitläufige Gelände ideale Bedingungen.

Die Produktion nutzte vor Ort unter anderem die ehemaligen Transall-Flugzeughallen. Mit Flächen von jeweils rund 9.000 Quadratmetern zählen diese Hallen zu den größten zusammenhängenden Studiokomplexen in Europa und boten ausreichend Raum für den aufwendigen Bau mittelalterlicher Kulissen. Neben den physischen Set-Bauten kamen modernste Produktionsverfahren wie Virtual-Production-Technologien und LED-Installationen zum Einsatz, um historische Umgebungen digital im Innenbereich nachzubilden.

Ergänzt wurden die Studioaufnahmen durch Außendrehs an historischen Schauplätzen in Franken, darunter in der Nürnberger Altstadt sowie im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim.

Einbindung der lokalen Bevölkerung und Präsenz vor Ort

Für Aufmerksamkeit in den regionalen Medien und der Bevölkerung im Raum Landsberg, Augsburg und München sorgte vor allem die Suche nach Darstellern. Für die Massenszenen des Historiendramas rief die Produktion zum Casting von bis zu 5.000 Komparsen und Kleindarstellern auf. Da der Film im 14. Jahrhundert angesiedelt ist, galten strenge Vorgaben: Sichtbare Tattoos, moderne Frisuren oder gefärbte Haare waren ausgeschlossen. Zahlreiche Anwohner aus der Region nutzten die Gelegenheit, um als Bauern, Bürger oder Soldaten vor der Kamera mitzuwirken.

Die Arbeit der Hauptdarsteller um Andrew Garfield, Jamie Bell und Cosmo Jarvis vollzog sich derweil weitgehend abgeschirmt. Das ehemalige Militärgelände in Penzing wurde während der Drehzeiten gesichert, um ungestörte Abläufe zu gewährleisten. Abseits des Sets führte der mehrmonatige Aufenthalt des internationalen Filmteams zu einer spürbaren Auslastung von Unterkünften, Gastronomie und Dienstleistern im regionalen Umfeld und im Großraum München.

Hergestellt wurde die deutsch-britisch-US-amerikanische Co-Produktion von den Gesellschaften Blumhouse Productions, Supernix und Thank You Pictures. Gefördert wurde das Projekt durch den FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern), den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) sowie die österreichische Förderinitiative FISAplus.

Der historische Hintergrund und die Besetzung

Die Handlung ist im England des späten 14. Jahrhunderts angesiedelt. Nach einer verheerenden Pestwelle leidet die Bevölkerung unter hohen Steuerlasten und sozialer Ungerechtigkeit. Aus der Unzufriedenheit über die Herrschaft des jungen Königs Richard II. entwickelt sich im Jahr 1381 eine flächendeckende Rebellion.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht der einfache Bauer Ploughman, dargestellt von Andrew Garfield. Dieser schließt sich der Widerstandsbewegung um den Rebellenführer Wat Tyler (Cosmo Jarvis) und den Prediger John Ball (Jamie Bell) an. Als der Zug der Aufständischen nach London marschiert, kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Machthabern.

Neben der Hauptbesetzung wirken Tom Hollander, Thomasin McKenzie und Jonny Lee Miller im Ensemble mit. Regisseur Paul Greengrass verfasste auch das Drehbuch und beteiligte sich als Produzent. Die musikalische Untermalung komponierte der deutsche Oscar-Preisträger Volker Bertelmann.