Vorgestellt wurde die WirtshausWiesn 2026 in diesem Jahr im Wirtshaus Zum Spöckmeier. Der Ort der Präsentation wechselt von Jahr zu Jahr und findet stets in einem der Mitgliedslokale statt, diesmal beim Spöckmeier von Wiesnwirt Lorenz Stiftl, der sich derzeit selbst im Urlaub befindet. Vom 19. September bis zum 4. Oktober 2026 verwandeln sich wieder zahlreiche Münchner Innenstadtwirtschaften in kleine Wiesn-Oasen und laden unter dem Motto „Ganz München ist Wiesn!“ zu bayerischer Gemütlichkeit, Live-Musik und echten Wiesn-Schmankerln ein.

Angezapft vom Kini persönlich

Eröffnet wird die WirtshausWiesn 2026 am Samstag, 19. September, um 12 Uhr mittags beim Augustiner Klosterwirt. Angezapft wird sie von Kini Ludwig II., der als prunkvoller Nachfahre von König Ludwig I. auftritt. Auf dessen Hochzeit gehen die Wiesn und mit ihr auch die WirtshausWiesn schließlich zurück, weshalb das königliche Anzapfen als kleine Hommage an die Ursprünge des Festes verstanden wird. Für die Fotografen legte der Kini (Schauspieler Josef Daser als König Ludwig) bereits bei der Pressekonferenz vorab Hand an und zapfte symbolisch ein erstes Fass an, ehe das offizielle Anzapfen dann am 19. September folgt.

Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 (@Foto: Martin Schmitz)

Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 (@Foto: Martin Schmitz)

Vorgestellt wurde bei der Pressekonferenz außerdem das eigens gebrandete Gefährt von BMW München, das während der gesamten WirtshausWiesn-Zeit auffällig gestaltet durch die Stadt fährt und so für die Aktion wirbt.

Der Ursprung liegt im Jahr 1810

Die WirtshausWiesn versteht sich als Würdigung des allerersten Oktoberfests im Jahr 1810, das auf die königliche Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Therese von Sachsen-Hildburghausen zurückgeht. Gefeiert wurde damals allerdings nicht auf der Theresienwiese, dort fand lediglich ein Pferderennen statt. König Maximilian I. lud im Anschluss an die Hochzeit das Volk fünf Tage lang zu Speis und Trank ein, gegessen, getrunken und gesungen wurde vor allem in den Münchner Wirtshäusern. Genau diesen Teil der Geschichte greift die WirtshausWiesn auf und begreift sich damit weniger als Ort denn als Lebensgefühl, das echtes bayerisches Brauchtum lebendig hält.

Von der Corona-Idee zur festen Tradition

Ins Leben gerufen wurde die WirtshausWiesn im Jahr 2020, als das Oktoberfest ausfallen musste und die Münchner Innenstadtwirte unter dem Motto einer Würdigung der Oktoberfestzeit reagierten. Die große Beliebtheit, die daraus entstand, habe man sich damals nicht träumen lassen, heißt es aus dem Verein der Münchner Innenstadtwirte. Bereits 2021 gab es eine Neuauflage, seit 2022 findet die WirtshausWiesn parallel zum Oktoberfest statt, so auch in diesem Jahr.

Oliver Wendel vom Vorstand der Münchner Innenstadtwirte bei der Wirtshauswiesn 2026 Pressekonferenz im Der Spöckmeier - hier mit dem neuen WirtshausWiesn-Krug 2026 (©Foto: Ingrid Grossmann)

Oliver Wendel vom Vorstand der Münchner Innenstadtwirte bei der Wirtshauswiesn 2026 Pressekonferenz im Der Spöckmeier – hier mit dem neuen WirtshausWiesn-Krug 2026 (©Foto: Ingrid Grossmann)

Oliver Wendel vom Vorstand der Münchner Innenstadtwirte bringt die Grundidee auf den Punkt: Bei der WirtshausWiesn finde jede Münchnerin und jeder Münchner immer ein schönes Plätzchen, eine Reservierung sei kein Muss, wer aber auf Nummer sicher gehen wolle, mache lieber eine. Wer spontan vorbeischaue und früh dran sei, habe ebenfalls gute Karten, denn die Stimmung sei gut, der Durst groß, und abends füllten sich die Plätze naturgemäß schnell.

Lemke: Eine entspannte Alternative, die über die Innenstadt hinauswächst

Wer die Stimmung der Wiesn ohne den großen Trubel auf der Theresienwiese erleben möchte, findet in der WirtshausWiesn eine unkomplizierte Alternative, wie Gregor Lemke, Vorsitzender des Vereins der Münchner Innenstadtwirte, bei der Vorstellung betonte. Man könne sich entspannter und gelassener durch die Gastronomie der Innenstadt bewegen, ohne dabei auf die typische Wiesn-Dekoration oder das gewohnte Oktoberfestbier verzichten zu müssen.

Gregor Lemke und das Münchner Kindl Sina Hochreiter bei der Wirtshauswiesn 2026 Pressekomnferenz im Der Spöckmeier (©Foto: Ingrid Grossmann)

Gregor Lemke und das Münchner Kindl Sina Hochreiter bei der Wirtshauswiesn 2026 Pressekomnferenz im Der Spöckmeier (©Foto: Ingrid Grossmann)

Den Claim „Ganz München ist Wiesn“ wolle man dabei bewusst mit Leben füllen, indem die Aktion über die reine Innenstadt hinausreicht und traditionsreiche Betriebe wie den Augustiner-Keller, den Löwenbräukeller, das Donisl und den Alten Wirt in Moosach einbindet. Nach anfänglichen zeitlichen Verschiebungen und coronabedingten Unterbrechungen habe sich die WirtshausWiesn inzwischen fest im Bewusstsein der Münchnerinnen und Münchner verankert, eine verbindende Rolle komme dabei auch den Schuhplattlern zu, die für die gemeinschaftliche Atmosphäre des Events stehen.

Sieben Jahre stetig wachsende Beliebtheit

Auch Oliver Wendel unterstrich die feste Verankerung der WirtshausWiesn im Münchner Stadtbild. In den vergangenen sieben Jahren habe das Event eine kontinuierliche positive Entwicklung genommen, der Zuspruch sei sowohl bei Einheimischen als auch bei wiederkehrenden Gästen spürbar gestiegen. Die teilnehmenden Wirtshäuser schenken dabei nicht nur die traditionellen Festbiere der Münchner Brauereien aus, sondern servieren auch Wiesn-Schmankerl wie Brotzeitbrettl, Haxn und Wiesnhendl, während Hopfen und Wiesnherzen für die passende Dekoration sorgen.

Anstich durch den Kini auch auf der Wirtshauswiesn 2026 Pressekonferenz im Der Spöckmeier (©Foto: Ingrid Grossmann)

Anstich durch den Kini auch auf der Wirtshauswiesn 2026 Pressekonferenz im Der Spöckmeier (©Foto: Ingrid Grossmann)

Einen besonderen Stellenwert nimmt außerdem die Wirtshausmusik ein, die in manchen Lokalen die ganze Woche über von montags bis sonntags erklingt.

Dabei erhalten auch Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus Regionen wie dem Chiemgau, München selbst, dem Werdenfelser Land, dem Dachauer Land und dem Holledauer Land die Gelegenheit, in den Wirtshäusern aufzutreten.

39 Wirtshäuser und acht Freunde der Innenstadt

Insgesamt 39 Gaststätten mit 47 teilnehmenden Gastgebern sind bei der WirtshausWiesn 2026 mit dabei.

Dazu zählen der Andechser am DomAugustiner am DomAugustiner am Platzl, der Augustiner Klosterwirt, das Augustiner StammhausAyinger am Platzl, das Bratwurstherzl, der Brenner, das Cafe Luitpold, das Café RischartDer PschorrDer Spöckmeier, der Donisl, das Goldig, das Hackerhaus, der Haxnbauer, der HaxengrillHochreiter’s, das HofbräuhausKilians Irish Pub, der Kreutzkamm, das Landersdorfer & Innerhofer, das Leger am Dom, das Little London, die Münchner Stubn, das Museumsstüberl, der Nürnberger Bratwurst Glöckl, die Pfälzer Residenz Weinstube, die Pizzarei, der Schnitzelwirt, das Spatenhaus, die Weiberwirtschaft, das Weinhaus Neuner, das Weisse Bräuhaus, das Wildmosers Restaurant-Café, das Wirtshaus im Braunauer HofWoerner’s Café, der Zum Franziskaner sowie der Zum Stiftl.

Erweitert wurde die Aktion um acht Freunde der Innenstadtwirte im Umkreis der Innenstadt: der Alte Wirt Moosach, der Augustiner-Keller, der Augustiner Schützengarten, die Alte Deutsche Eiche, der Königliche HirschgartenAyinger in der Au, der Löwenbräukeller und neu in 2026: der Augustiner Gutshof Menterschwaige.

Offizielles Lied und der neue Krug

Zur WirtshausWiesn gehört inzwischen auch ein offizielles WirtshausWiesn-Lied, ein kurzes Zwischenspiel für Blasmusik, das in den teilnehmenden Wirtshäusern gespielt wird. Passend zum Jubiläumsjahr gibt es außerdem einen neuen WirtshausWiesn-Krug, gestaltet von der Münchner Designerin Manuela Zumbansen und erhältlich in den teilnehmenden Wirtshäusern.

Die TiraMaß: ein Tiramisu im Bierkrug

Eine kulinarische Neuheit präsentierte Benedikt Wildmoser von der Pizzarei, die in der Sporerstraße direkt auf der anderen Seite vom Marienplatz liegt. Nachdem Tiramisu in Wirtshäusern und auf der Wiesn im Vorjahr bereits von der Familie Kreutzkamm angeboten worden war, drehte man den Spieß bei der Pizzarei kurzerhand um.

Benedikt Wildmoser von der Pizzarei stellte die TiraMaß vor: Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 (@Foto: Martin Schmitz)

Benedikt Wildmoser von der Pizzarei stellte die TiraMaß vor: Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 (@Foto: Martin Schmitz)

„TiraMaß“: Ein klassisches Tiramisu, das in einem 0,5-Liter-Steinkrug serviert wird oder im Maßkrug - Vorgestellt bei der Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 (@Foto: Martin Schmitz)

„TiraMaß“: Ein klassisches Tiramisu, das in einem 0,5-Liter-Steinkrug serviert wird oder im Maßkrug – vorgestellt bei der Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 (@Foto: Martin Schmitz)

Herausgekommen ist die TiraMaß, ein klassisches Tiramisu, serviert im 0,5-Liter-Steinkrug und gedacht für Paare, die sich das Dessert gemeinsam teilen möchten. Die Idee dazu sei am Strand in Italien während der WirtshausWiesn entstanden. Zwar greife Wildmoser selbst lieber zum kleinen Krug, doch für größere Tische brauche es eben auch passende größere Portionen. Das Dessert sieht witzig aus, lässt sich von den Gästen gut anstoßen und verbindet auf originelle Weise ein italienisches Lokal mit dem traditionellen Flair eines Bierkrugs.

Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 - der eigens dekorierte BMW von BMW München ist in den kommenden Wochen in München unterwegs  (@Foto: Martin Schmitz)

Pressekonferenz Wirtshauswiesn 2026 – der eigens dekorierte BMW von BMW München ist in den kommenden Wochen in München unterwegs  (@Foto: Martin Schmitz)

Unterstützt wird die WirtshausWiesn 2026 von BMW München, dem Verein Münchner Brauereien e.V. mit Augustiner Bräu München, Hacker-Pschorr, Hofbräu München, Paulaner, Löwenbräu und Spaten, außerdem von der Rent.Group sowie der Landeshauptstadt München über das Referat für Arbeit und Wirtschaft.

Die WirtshausWiesn in den Vorjahren

Wie sich die WirtshausWiesn seit der ersten Ausgabe entwickelt hat, lässt sich in den bisherigen Artikeln auf ganz-muenchen.de nachlesen: WirtshausWiesn 2020WirtshausWiesn 2021WirtshausWiesn 2022WirtshausWiesn 2023WirtshausWiesn 2024 und WirtshausWiesn 2025.