Bei strahlendem Frühlingswetter und vor der traditionsreichen Kulisse des Wirtshauses „Der Pschorr“ wurde am 01.04.2025 auf dem Münchner Viktualienmarkt die bayerische Spargelsaison 2026 offiziell eröffnet. Unter den Augen zahlreicher Gäste und begleitet von zünftiger Blasmusik vollzogen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die Verbandsvorsitzende Claudia Westner sowie die Spargelkönigin Franziska I. am Vormittag den symbolischen ersten Anstich an einem eigens errichteten Bifang.

Spargelanstich auf dem Viktualienmarkt zum Saisonauftakt mit Ministerin Michaela Kaniber, Spargelkönigin Franziska I. und Spargelerzeugerverband Chefin Claudia Westner (©Foto: Martin Schmitz)

Spargelanstich auf dem Viktualienmarkt zum Saisonauftakt mit Ministerin Michaela Kaniber, Spargelkönigin Franziska I. und Spargelerzeugerverband Chefin Claudia Westner (©Foto: Martin Schmitz)

Ein Fest der Regionalität und des Genusses

Für Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist der Spargelanstich im Herzen der Landeshauptstadt ein fester Termin im Kalender, der weit über die reine Kulinarik hinausgeht. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit und die Ernährungssouveränität in Europa. Sie rief die Verbraucher dazu auf, beim Einkauf bewusst auf die Herkunft zu achten. Ein Griff zum bayerischen Spargel sei eine Entscheidung für Frische, Transparenz und kurze Transportwege – und damit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt regionaler Betriebe.

Schrobenhausener Spargel: Ein „Geschenk der Natur“

Peter Strobl, Geschäftsführer des Spargelerzeugerverbandes Südbayern, gab tiefe Einblicke in die Besonderheiten des Schrobenhausener Spargels, der bereits seit 1856 sogar die königliche Küche in München belieferte. Das Geheimnis des besonderen Geschmacks liege in den charakteristischen Flugsandböden der Region. Diese leichten Böden mit Anteilen von Schluff und Lehm verleihen den Stangen ihre sprichwörtliche Zartheit.

Seit 2010 ist der „Schrobenhausener Spargel“ als geschützte geografische Angabe eingetragen, was seine Einzigartigkeit unterstreicht. „Auf die Herkunft kommt es an“, so so Strobl, der zudem betonte, dass die Saison traditionell am Johannistag, dem 24. Juni, endet.

Kultur und Gastronomie Hand in Hand

Auch der kulturelle Genuss kam nicht zu kurz. Jürgen Kirner, bekannt aus den „Brettl-Spitzen“, bekannte sich als leidenschaftlicher Spargelliebhaber, der sich während der Saison fast ausschließlich von seinem Lieblingsgemüse ernährt. Er unterstrich die Bedeutung der bayerischen Wirtshauskultur für den Erhalt solcher Traditionen. Dem schloss sich auch Ministerin Kaniber an: Landwirtschaft und Gastronomie seien „Herz und Seele“ Bayerns und müssten gerade in herausfordernden Zeiten zusammenhalten.

Die kühleren Temperaturen in der vergangenen Woche haben zwar das Wachstum etwas gebremst, wirken sich aber auch positiv auf die Entwicklung der Pflanzen aus“, erklärt Claudia Westner, Vorsitzende des Spargelerzeugerverbands Südbayern e. V. und Mitglied im Arbeitskreis Sonderkulturen im Bayerischen Bauernverband. „Der Spargel wächst jetzt gleichmäßiger und erste Ernten zeigen bereits ein gutes Qualitätsniveau zum Saisonstart.“

Ministerin Michaela Kaniber war anschliessend zu Gast im Der Pschorr (©Foto: Martin Schmitz)

Ministerin Michaela Kaniber war anschliessend zu Gast im Der Pschorr (©Foto: Martin Schmitz)

 

Frischer bayerischer Spargel ist damit bereits verfügbar. In den bayerischen Anbaugebieten sind die Voraussetzungen heuer gut. Die Bestände sind gepflegt, die Böden ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, und die Kulturen zeigen ein stabiles Entwicklungsbild. Mit mehr Sonneneinstrahlung und zunehmender Wärme wird das Wachstum weiter Fahrt aufnehmen und die Ernte sich in den kommenden Wochen deutlich ausweiten.

Frischer bayerischer Spargel ist damit bereits verfügbar. In den bayerischen Anbaugebieten sind die Voraussetzungen heuer gut. Die Bestände sind gepflegt, die Böden ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, und die Kulturen zeigen ein stabiles Entwicklungsbild. Mit mehr Sonneneinstrahlung und zunehmender Wärme wird das Wachstum weiter Fahrt aufnehmen und die Ernte sich in den kommenden Wochen deutlich ausweiten.

Bayerischer Spargel steht für Frische, Qualität und Regionalität. Auf rund 3.700 Hektar angebaut, gelangt er über kurze Wege direkt vom Feld zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Das stärkt die heimische Landwirtschaft und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei.

Die bayerischen Spargelbetriebe erwarten für die kommenden Wochen eine insgesamt gute Saison mit kontinuierlich steigenden Erntemengen und gleichbleibend hoher Qualität.

Einladung nach Schrobenhausen

Wer tiefer in die Welt des „königlichen Gemüses“ eintauchen möchte, hat dazu am 25. April beim großen Spargelfest in Schrobenhausen Gelegenheit, zu dem auch BR-Moderator Florian Kienast erwartet wird. Bis zum 24. Juni heißt es nun für alle Feinschmecker: Genießen, solange die Saison währt.

Uli Städele führte launig durch die Veranstaltung. Den Anstich besuchten neben Michaela Kaniber (Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus), Matthias Stadler (Stadtrat der Stadt München als Vertreter des Oberbürgermeisters), sowie Landräte und Bürgermeister aus den Anbauregionen Neuburg-Schrobenhausen, Aichach-Friedberg und Pfaffenhofen an der Ilm, die Fränkische Weinkönigin Angelina Seiler und die Bayerische Kartoffelkönigin Elena Heckl, Michael Koppold (Fußballmanager) sowie Vertreter der Markthallen München und des Bayerischen Bauernverbands.

Weitere Termine zum Thema Spargel 2026

Spargelpapst Josef Plöckl mit Ministerin Michaela Kaniber beim Spargelauftakt 2026, rechts im Bild Schrobenhausens Bürgermeister Harald Reissner (©Foto:Martin Schmitz)

Spargelpapst Josef Plöckl mit Ministerin Michaela Kaniber, rechts daneben Schrobenhausens Bürgermeister Harald Reisner (©Foto: Martin Schmitz)

Auf dem Viktualienmarkt gibts inzwischen den Spargel bereits zwischen 12 und 32 € das Kilo - dank guter Witterung werden die Preis noch weiter sinken nach Ostern (©Foto: Martin Schmitz)

Auf dem Viktualienmarkt gibts inzwischen den Spargel bereits zwischen 12 und 32 € das Kilo - dank guter Witterung werden die Preis noch weiter sinken nach Ostern (©Foto: Martin Schmitz)