Zeitumstellung 2026: München stellt in der Nacht zum 25. Oktober auf Winterzeit um

Am Wochenende 24./25. Oktober 2026 endet die Sommerzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden um 3 Uhr die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt, damit gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), umgangssprachlich Winterzeit, offiziell Normalzeit. Weil die Umstellung immer am letzten Sonntag im Oktober erfolgt, ist der 25. Oktober in diesem Jahr zugleich der frühestmögliche Termin.

Eine Stunde gibt es doppelt

Durch das Zurückstellen gibt es die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr zweimal. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt unterscheidet die beiden Durchläufe als 2A (noch Sommerzeit) und 2B (bereits Normalzeit). Die Nacht wird so um eine Stunde länger, der Sonntag hat 25 Stunden. Wer sich unsicher ist, in welche Richtung die Zeiger wandern, hält sich an die Straßencafé-Faustregel: Im Frühjahr werden die Stühle vor das Lokal gestellt, im Herbst kommen sie zurück ins Lager.

Die öffentlichen Uhren der Stadt

Die öffentlichen Uhren in München stellen sich per Funksignal automatisch um. Das Baureferat betreut stadtweit 181 Uhren, darunter 119 Kirchturmuhren, 15 Stadtuhren, 39 Schuluhren und drei weitere Turmuhren sowie Uhren an Altenheimen und Stadtgütern. Ihre Zeiger bleiben um 3 Uhr eine Stunde lang stehen und laufen dann weiter. Da der Empfang des Signals vereinzelt gestört sein kann, kontrolliert das Baureferat in den Tagen danach, ob alle Uhren richtig gehen, und stellt einzelne bei Bedarf nach. Die ältesten urkundlich erwähnten Uhren der Stadt befinden sich am Alten Peter, wo sich die Zeit gleich an acht Zifferblättern ablesen lässt.

MVG und Deutsche Bahn

Auch bei der MVG läuft die Umstellung automatisch. Rund 1.500 öffentliche Uhren hängen an U-Bahnhöfen, Tram- und Bushaltestellen. Etwa 100 Hauptuhren in den Betriebsräumen empfangen das Funksignal aus Mainflingen und geben es an das Netz weiter, auch die Automaten werden ferngesteuert umgestellt.

Für Nachtschwärmer praktisch: Seit Januar 2025 fahren die U-Bahnen am Wochenende die ganze Nacht durch, dazu kommen Nachtbusse und Nachttrams im 30-Minuten-Takt, in der Innenstadt mit einer Fahrmöglichkeit alle 15 Minuten pro Richtung. Aktuelle Fahrplanauskünfte für die Nacht der Zeitumstellung gibt es bei der MVG.

Für die Deutsche Bahn ist die Zeitumstellung Routine. Bundesweit werden rund 120.000 Uhren in Bahnhöfen, Diensträumen, Automaten sowie Informations- und Sicherungssystemen umgestellt.

Woher das Zeitsignal kommt

Technisch zuständig ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig, deren Atomuhren die gesetzliche Zeit in Deutschland vorgeben. Über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main wird das Zeitsignal auf 77,5 kHz ausgestrahlt. Es erreicht private und öffentliche Funkuhren ebenso wie die Steuertechnik von Kraftwerken, die Uhren der Bahn, die Fahrsteuerung der U-Bahnen und zahlreiche Verkehrsampeln.

Die einheitliche Regelung geht auf die EU-Richtlinie 2000/84/EG zurück: Die Sommerzeit gilt vom letzten Sonntag im März um 2 Uhr MEZ bis zum letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr MESZ. Die Termine bis 2031 hat die EU-Kommission im März 2026 veröffentlicht, die halbjährliche Umstellung bleibt damit vorerst bestehen.

Die nächsten Termine

Die nächste Umstellung auf die Sommerzeit folgt in der Nacht von Samstag, 27., auf Sonntag, 28. März 2027. Dann werden die Uhren um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt, die Nacht wird eine Stunde kürzer. Zurück auf die Winterzeit geht es 2027 am 31. Oktober. Mehr zur Umstellung im Frühjahr steht auf der Sommerzeit-Seite von ganz-muenchen.de, Hintergründe zur Winterzeit bietet die ausführliche Seite zur Zeitumstellung.

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