Markus Söder und Dominik Krause lösen Olympia-Versprechen auf der Wiesn ein

Schulterschluss im Fünfer-Looping

Auf dem Münchner Oktoberfest ging es für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Zweiten Bürgermeister Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen) hoch hinaus – und fünfmal kopfüber. Die beiden Politiker lösten auf der Theresienwiese ein Versprechen ein, das sie im Vorfeld des erfolgreichen Bürger-Vorentscheids für eine erneute Münchner Olympia-Bewerbung gegeben hatten: Gewinnt das Pro-Lager, geht es gemeinsam in den traditionsreichen Olympia-Looping.

Markus Söder und Dominik Krause feiern im Olympialooping (©Foto. Martin Schmitz)
Versprechen gehalten: Söder und Kraus fahren Olympialooping (©Foto: Martin Schmitz)

Nach der rasanten Fahrt zeigten sich beide gut gelaunt und unverletzt – auch wenn Söder mit einem Augenzwinkern anmerkte, mit seinen 1,94 Metern gerade noch unter die zulässige Maximalgröße der Achterbahn gepasst zu haben. „Einmal reicht fürs Erste, es war ja auch nur der Vorentscheid“, scherzte der Ministerpräsident. Sollte der Zuschlag für die Olympischen Spiele tatsächlich nach München gehen, müssten es allerdings „fünf Fahrten oder ein Olympia-Tattoo“ werden.

Versprechen gehalten: Söder und Kraus fahren Olympialooping (©Foto: Martin Schmitz)
Versprechen gehalten: Söder und Kraus fahren Olympialooping (©Foto: Martin Schmitz)

Hinter der humorvollen Aktion steht ein bemerkenswertes politisches Signal: Zwischen Freistaat und grün-roter Münchner Rathausspitze herrschte in der Vergangenheit selten Harmonie – beim Thema Olympia ziehen Staatsregierung und Stadtverwaltung jedoch an einem Strang. Rund 65 Prozent der Münchner hatten sich am vergangenen Wochenende für eine Fortführung der Bewerbung ausgesprochen.

Beide Politiker machten im anschließenden Mediengespräch deutlich, dass mit dem gewonnenen Votum erst die erste Hürde genommen sei. Die eigentliche, anspruchsvolle Arbeit – von der detaillierten Ausarbeitung der Konzepte bis hin zu breiten Abstimmungen – beginne erst jetzt. Krause lobte die professionelle und verlässliche Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei: Der Sport habe die Kraft, Menschen über politische Lager hinweg zusammenzubringen. Dies spüre man bereits in der Stadt.

Versprechen gehalten: Söder und Kraus fahren Olympialooping (©Foto: Martin Schmitz)
Versprechen gehalten: Söder und Kraus fahren Olympialooping (©Foto: Martin Schmitz)

Ein besonderes Anliegen war beiden zudem die Bedeutung der Paralympischen Spiele. Diese seien nicht nur ein herausragendes Sportereignis, sondern ein unverzichtbares Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe, Respekt und den Wert von Inklusion – gerade in Zeiten wachsender politischer Polarisierung.

Die gemeinsame Wiesn-Fahrt im Fünfer-Looping liefert dafür die passenden Bilder: Zwei Spitzenpolitiker aus gegensätzlichen Lagern, die demonstrieren wollen, dass man auch in turbulenten Zeiten gemeinsam auf Kurs bleiben kann.

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